{"id":951,"date":"2015-09-27T18:52:56","date_gmt":"2015-09-27T16:52:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=951"},"modified":"2015-09-28T07:07:29","modified_gmt":"2015-09-28T05:07:29","slug":"jagdhundeenzyklopaedie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/jagdhundeenzyklopaedie\/","title":{"rendered":"Enzyklop\u00e4die der Jagdhunde"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\"><strong>Alles \u00fcber das Thema &#8222;Jagdhund&#8220;<\/strong><\/h1>\n<figure id=\"attachment_953\" aria-describedby=\"caption-attachment-953\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-953\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Jagdhund_in_Alt\u00e4gypten-300x216.png\" alt=\"Alt\u00e4gyptische Grabmalerei: oben Hy\u00e4nen und Schakal, unten Hunde vom Windhundtyp (Tesem) und Vorl\u00e4ufer der Bracke\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Jagdhund_in_Alt\u00e4gypten-300x216.png 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Jagdhund_in_Alt\u00e4gypten.png 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-953\" class=\"wp-caption-text\">Alt\u00e4gyptische Grabmalerei: Oben Hy\u00e4nen und Schakal, unten Hunde vom Windhundtyp (Tesem) und Vorl\u00e4ufer der Bracke<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Als Jagdhund wird ein Hund bezeichnet, der dem Menschen \u2013 in der heutigen Zeit dem J\u00e4ger \u2013 im weitesten Sinne als Gehilfe bei der Jagd dient. Unter dem Begriff \u201eJagdhund\u201c wird eine Gruppe von Haushunderassen zusammengefasst, die in den unterschiedlichen jagdlichen Einsatzgebieten genutzt werden. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die modernen Jagdhunde werden in St\u00f6berhunde, Vorstehhunde, Apportierhunde, Schwei\u00dfhunde, Erdhunde und jagende Hunde eingeteilt. Historisch gesehen bezog sich die Bezeichnung Jagdhund ausschlie\u00dflich auf die jagenden Hunde (Bracken). <\/em><em>Jagdlich gef\u00fchrte Hunde bezeichnet man auch als Jagdgebrauchshunde. Bei der Arbeit \u201enach dem Schuss\u201c ist der Hund f\u00fcr den J\u00e4ger unverzichtbar. <\/em><em>Das F\u00fchren eines Jagdhundes gilt daher als Voraussetzung f\u00fcr die waidgerechte Jagd. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\"><strong>.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der moderne Jagdgebrauchshund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Systematik der Jagdhundrassen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die im heutigen Jagdwesen \u00fcbliche Einteilung der Jagdhunde ist historisch bedingt und erfolgt funktional nach deren urspr\u00fcnglichen Einsatzgebieten. Demzufolge werden die Jagdgebrauchshunde in St\u00f6berhunde, Vorstehhunde, Schwei\u00dfhunde, Erdhunde, Jagende Hunde (Bracken und Meutehunde) sowie Apportierhunde unterschieden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alte Bezeichnungen lassen ebenfalls eine jagdliche Spezialisierung erkennen, die nicht zwangsl\u00e4ufig rassebedingt ist. Beispiele daf\u00fcr sind die Wildboden-, Wasser- und Vogelhunde. Bei einigen Rassen kann bereits aus dem Namen auf ihre urspr\u00fcngliche Zielwildart geschlossen werden, beispielsweise beim Dachshund, Foxhound und dem Harrier (engl. hare \u201eFeldhase\u201c). Neben dem jagdlichen Verwendungszweck stellen Ursprungsland und Haarvariet\u00e4t (<em>rauhaarig<\/em>, <em>langhaarig<\/em>, <em>kurzhaarig<\/em>) weitere Einteilungskriterien dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Jagdgebrauchshund in Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bewusstsein der heutigen J\u00e4gerschaft nimmt der ethische Grundgedanke des waid- und tierschutzgerechten Jagens einen hohen Stellenwert ein. Der Hund gilt als unentbehrlicher Helfer bei der Suche nach angeschossenem oder verunfalltem Wild (\u201eNachsuche\u201c). Von vielen J\u00e4gern vertreten, spiegelt sich das Motto \u201eJagd ohne Hund ist Schund\u201c in folgenden Zeilen von Alexander Schmook wider:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer will zu den J\u00e4gern z\u00e4hlen, l\u00e4\u00dft kein Wild zu Tode sich qu\u00e4len, jagt allein nicht durch die Weite, f\u00fchrt den guten Hund zur Seite!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die immer selbstverst\u00e4ndlicher werdende Einstellung der J\u00e4ger, sich zur F\u00fchrung eines guten Jagdhundes zu verpflichten, fand schlie\u00dflich eine gesetzliche Verankerung. Jagdformen wie die Treib-, Such- und Dr\u00fcckjagd sowie Nachsuchen d\u00fcrfen nur noch mit \u201ebrauchbaren\u201c, gepr\u00fcften Hunden durchgef\u00fchrt werden. Als Dachvereinigung f\u00fcr das deutsche Jagdgebrauchshundwesen tr\u00e4gt dabei der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) durch die Organisation von Pr\u00fcfung, Zucht und Ausbildungst\u00e4tigkeit ma\u00dfgeblich zur Versorgung der J\u00e4gerschaft mit brauchbaren Jagdhunden bei. Die Regelungen zur Brauchbarkeitspr\u00fcfung von Jagdhunden unterscheiden sich in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern voneinander, auch welche Hunde zu Pr\u00fcfungen zugelassen werden und wer die Pr\u00fcfungen abnehmen darf, ist nicht einheitlich geregelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Pr\u00fcfungen der Zuchtvereine werden nur reinrassige Hunde mit Ahnentafel zugelassen. In den Anlagenpr\u00fcfungen \u2013 der <em>Jugendsuche<\/em> (VJP) und der <em>Herbstzuchtpr\u00fcfung<\/em> (HZP) \u2013 werden die nat\u00fcrlichen Anlagen des Hundes sowie der Zuchtwert der Elterntiere ermittelt. Die jagdlichen Grundeigenschaften des Junghundes sollen aufgrund behutsamer \u201eEinarbeitung\u201c bereits entwickelt, durch den Einfluss des Hundef\u00fchrers jedoch noch nicht \u00fcberdeckt sein. Neben der <em>Verband-Gebrauchspr\u00fcfung<\/em> (VGP) als \u201eMeisterpr\u00fcfung\u201c existiert eine Reihe von Sonderpr\u00fcfungen f\u00fcr Spezialrassen oder besondere jagdliche Einsatzbereiche (z.\u00a0B. die Verbandsschwei\u00dfpr\u00fcfung).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Anerkennung einer Jagdhundrasse werden durch den JGHV strenge Ma\u00dfst\u00e4be an die jagdliche Verwendbarkeit und Vielseitigkeit angelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jagdliche Einsatzbereiche<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wald<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die klassische Ansitzjagd und Pirsch des Einzelj\u00e4gers wird zunehmend durch Bewegungsjagden ganzer J\u00e4gergruppen erg\u00e4nzt. Zu den Bewegungsjagden geh\u00f6ren die Treibjagd und die Beunruhigungsjagd (St\u00f6berjagd, Dr\u00fcckjagd). Auf der Treibjagd wird das Wild durch die Treiber und Hunde hochfl\u00fcchtig gemacht. Bei den Beunruhigungsjagden wird das Wild durch Hunde und eventuelle Treiber \u201ebewegt\u201c, d.\u00a0h. dazu gebracht, seine regelm\u00e4\u00dfig genutzten Aufenthaltsorte und Deckungen im Revier zu verlassen. F\u00fcr diese Jagdarten verwendet man st\u00f6bernde Hunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das <em>St\u00f6bern<\/em> geh\u00f6rt zur Arbeit des Jagdhundes vor dem Schuss. Er sucht selbst\u00e4ndig nach dem Wild, jagt es anschlie\u00dfend spur- bzw. f\u00e4hrtenlaut und bringt das Wild damit vor das Gewehr des J\u00e4gers. Dabei werden zwei Jagdvarianten unterschieden. Die Hundef\u00fchrer schicken die \u201eSt\u00f6berhunde\u201c von festen Standorten aus los, damit diese selbst\u00e4ndig die Einst\u00e4nde und das Unterholz durchsuchen. Alternativ bewegen sich die F\u00fchrer mit den angeleinten Hunden auf der zu bejagenden Fl\u00e4che, lassen die Hunde los und schicken sie in bestimmte Einst\u00e4nde. Die Eignung der Rassen f\u00fcr das St\u00f6bern im Wald variiert abh\u00e4ngig von der Zielwildart. F\u00fcr Rehwild werden kleine und langsam jagende, daf\u00fcr sicher f\u00e4hrtenlaute und an der Spur \u201eklebende\u201c Rassen bevorzugt, w\u00e4hrend f\u00fcr Schwarzwild laut jagende, wildscharfe und mutige Hunde eingesetzt werden (Deutscher Jagdterrier, Wachtel, Teckel, Bracken). Die schnellen und nur \u00fcber kurze Entfernung jagenden kontinentalen Vorstehhunde eignen sich eher nicht f\u00fcr die Dr\u00fcckjagd.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim <em>Brackieren<\/em> handelt es sich um die traditionelle Art, Hasen und F\u00fcchse mit Hilfe von Bracken zu jagen. Diese finden das Wild frei suchend auf seiner Spur, scheuchen es auf (\u201estechen\u201c) und jagen es so lange, bis das standorttreue Wild wieder zu Sasse oder Bau zur\u00fcckkehrt, wo es vom ortskundigen J\u00e4ger bereits erwartet wird. Obwohl die in Nordrhein-Westfalen noch lange beliebte \u201eBrackade\u201c einigen Brackenrassen das \u00dcberleben sicherte, wird sie heute nur noch in Skandinavien und S\u00fcdtirol ausge\u00fcbt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim <em>Buschieren<\/em> durchsucht der Jagdhund B\u00fcsche und Unterholz auf der Jagd nach Federwild und Hasen. Er arbeitet dabei \u201eunter der Flinte\u201c und folglich im direkten Wirkungsbereich des J\u00e4gers. Im Gegensatz zum St\u00f6bern finden hier Rassen Verwendung, die nur \u201ekurz\u201c und nicht spurlaut jagen (z.\u00a0B. die Vorstehhunde).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Offenes Feld<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als <em>Suche<\/em> wird der Einsatz von Vorstehhunden auf dem Feld bezeichnet. Diese suchen vor dem Sch\u00fctzen weitr\u00e4umig und systematisch Feldfl\u00e4chen (R\u00fcben\u00e4cker, Stoppelfelder) mit hoher Nase nach Niederwild ab. Nach erfolgreicher Suche steht der Hund so vor, dass der J\u00e4ger zum Schuss auf das fl\u00fcchtende Wild kommt. Beim <em>Vorstehen<\/em> handelt es sich um eine Art Beutegreifhemmung bei Ann\u00e4herung an das Wild. Diese ist genetisch verankert und wird auch bei Wildcaniden und Feliden beobachtet. Der Hund \u201eerstarrt in der Bewegung\u201c und verharrt angespannt, sobald er mit der Nase die Witterung des Niederwilds in der Deckung erfasst hat. Das Vorstehen kann durch Anheben eines Vorderlaufes, angespannte K\u00f6rperhaltung oder durch Zeigen mit der Nase in Richtung des Wildes (daher die Bezeichnung \u201ePointer\u201c von engl. <em>to point<\/em> \u201ezeigen\u201c) ausgedr\u00fcckt werden. Eine besondere Variante des Vorstehens ist das \u201eVorliegen\u201c der Setter-Rassen (engl. urspr\u00fcnglich <em>setting dogs<\/em> \u201esitzende Hunde\u201c). Der Vorstehhund scheucht das Wild erst auf Kommando des schussbereiten J\u00e4gers auf, d.\u00a0h. er \u201esteht durch\u201c. Bewegt sich das Beutetier vom vorstehenden Hund weg, verfolgt er es vorsichtig und angespannt (\u201ezieht nach\u201c).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim <em>Apportieren<\/em> (von lat. <em>apportare<\/em> \u201eherantragen\u201c) nimmt der Hund erlegtes Niederwild auf und tr\u00e4gt es zu seinem F\u00fchrer zur\u00fcck. Speziell f\u00fcr diese Aufgabe gez\u00fcchtet wurden die Retriever (engl. <em>retrieve<\/em> \u201ezur\u00fcckholen\u201c). Angeschossenes Feder- oder Haarwild <em>sucht der Hund nach<\/em>, t\u00f6tet es bei Bedarf und bringt es selbst\u00e4ndig zum J\u00e4ger zur\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als <em>Allrounder<\/em> f\u00fcr die Feldarbeit gelten die kontinentalen Vorstehrassen Deutsch Lang-, Kurz-, Draht- und Stichelhaar, Kleiner und Gro\u00dfer M\u00fcnsterl\u00e4nder, Weimaraner, Pudelpointer, Griffon, Magyar Vizsla und Epagneul Breton. Sie verk\u00f6rpern das Ideal des \u201eVollgebrauchshundes\u201c, das die beiden Jagdkynologen Sigismund Freiherr von Zedlitz und Neukirch und Carl Rehfus Ende des 19. Jahrhunderts propagierten. <em>Spezialisten<\/em> f\u00fcr Suche und Vorstehen sind die Pointer sowie die englischen Setter-Rassen, sie weisen jedoch Schw\u00e4chen in der Nachsuche auf. Meister im Apportieren sind die Rassen Golden Retriever, Labrador Retriever und Flat-coated Retriever.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schwei\u00dfarbeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter der \u201eSchwei\u00dfarbeit\u201c versteht man die Nachsuche auf durch Schuss oder Unfall verletztes, blutendes (\u201eschwei\u00dfendes\u201c) Schalenwild. Der Einsatz eines brauchbaren Hundes ist aus Gr\u00fcnden des Tierschutzes hier vorgeschrieben. Gute Schwei\u00dfarbeit wird in der deutschen J\u00e4gerschaft hoch geachtet. Traditionell wird sie am \u201eSchwei\u00dfriemen\u201c (mindestens 10\u00a0m langer Lederriemen) durchgef\u00fchrt. Zu den Aufgaben des Hundes geh\u00f6rt das Ausarbeiten der Wundf\u00e4hrte, Finden des Wundbetts und \u201eStellen\u201c des Wildes nach der Hetze. Totes Wild zeigt der Hund bei Bedarf entweder durch \u201eTotverbellen\u201c oder \u201eTotverweisen\u201c an\u00a0\u2013 d.\u00a0h. er ruft den J\u00e4ger durch Bellen herbei oder macht durch auff\u00e4lliges Verhalten wie z.\u00a0B. das Bringen von Gegenst\u00e4nden (\u201eBringselverweiser\u201c) auf das verendete Wild aufmerksam. Da der Schwei\u00dfhund im Laufe seiner aufw\u00e4ndigen Ausbildung m\u00f6glichst regelm\u00e4\u00dfig Nachsuchen absolvieren soll, sind die Halter solcher Hunde oft in <em>Schwei\u00dfhundstationen<\/em> organisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn durch menschliches Verschulden ein Gesch\u00f6pf geriet in Not und ein qualvoll Leiden, Dulden, einem wunden Wilde droht, wenn des Geistes hohe Stufe und des Menschen Kunst nicht reicht, folgt der Hund dem bangen Rufe, seine Nase schafft es leicht!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schwei\u00dfhunde im eigentlichen Sinne sind die Rassen Bayerischer Gebirgsschwei\u00dfhund, Hannoverscher Schwei\u00dfhund und die Alpenl\u00e4ndische Dachsbracke (FCI Gruppe 6, Sektion 2). Auch Dackel, weitere Brackenrassen, Terrier und St\u00f6berhunde k\u00f6nnen zur Schwei\u00dfarbeit ausgebildet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wasser<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einsatzgebiete f\u00fcr die Wasserjagd sind Gew\u00e4sser mit ausgepr\u00e4gten Schilfg\u00fcrteln, wie Teiche, Altarme von Fl\u00fcssen und Binnenseen. In Abh\u00e4ngigkeit von der Tradition und geographischen Gegebenheiten unterscheiden sich die Jagdformen auf Wasserwild. Die Aufgaben des Jagdhundes gliedern sich in die Arbeit <em>vor<\/em> und <em>nach<\/em> dem Schuss. Zu Ersterer geh\u00f6rt das selbst\u00e4ndige Abst\u00f6bern deckungsreicher Gew\u00e4sser sowie das Finden und Aufscheuchen der V\u00f6gel. Dazu m\u00fcssen zum Teil gro\u00dfe Entfernungen schwimmend zur\u00fcckgelegt werden. Nach dem Schuss wird das Wild aus tiefem Wasser apportiert und \u201eangelandet\u201c. Bei flugunf\u00e4hig geschossenen Enten muss zuvor die Schwimmspur der Tiere im Wasser verfolgt werden, um das Wild wieder aufzust\u00f6bern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dfer den in der Feldarbeit eingesetzten kontinentalen Vorstehhunden eignen sich die alten St\u00f6berrassen Cocker Spaniel, Springer Spaniel und der Wachtelhund f\u00fcr diese Aufgabe. Zu den wasserfreudigen Apportierspezialisten geh\u00f6ren die Retriever.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Unter der Erde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Baujagd werden Fuchs, Dachs, Waschb\u00e4ren und Marderhunde bejagt. Der Bauhund \u201eschlieft\u201c ein (schl\u00fcpft in den Bau), verfolgt die Spur des Wildes und zeigt durch Verbellen an, dass er es gefunden (\u201egestellt\u201c) hat. Ziel der Baujagd ist es, das Raubwild entweder aus dem Bau vor die Flinte der J\u00e4ger zu treiben (\u201esprengen\u201c) oder es lautgebend (Standlaut) zu stellen, bis die J\u00e4ger Hund und Wild ausgegraben haben. Um den fl\u00fcchtenden, eventuell bereits angeschossenen Fuchs zu fangen, wird manchmal noch ein gro\u00dfer Jagdgebrauchshund (z.\u00a0B. Deutsche Vorstehhunde) mitgef\u00fchrt. Die Notwendigkeit der Baujagd gilt mittlerweile aus Tierschutzgr\u00fcnden als umstritten (2006 wurden in der Schweiz nur f\u00fcnf bis zehn Prozent aller get\u00f6teten F\u00fcchse auf der Baujagd erlegt). F\u00fcr die Jagd unter der Erde eignen sich der Deutsche Jagdterrier, Teckel, Jack Russell oder Parson Russell Terrier sowie Foxterrier aus jagdlicher Leistungszucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hetz- und Meutejagd<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hetze und die Hatz auf Wild sind heute in Deutschland nach Bundesjagdgesetzverboten. Die Parforcejagd mit der Meute ist seit dem Mittelalter beliebt. Urspr\u00fcnglich wurden daf\u00fcr Wind- und Laufhunde gemischt eingesetzt. Eine Ausnahme davon war die Jagd auf Wildschweine, die einerseits mit Findern und andererseits mit kr\u00e4ftigen Saupackern durchgef\u00fchrt wurde. In der sp\u00e4ten Neuzeit entstanden vor allem in Gro\u00dfbritannien auf Fuchs (Foxhound) und Hase (Harrier, Beagle) spezialisierte Hetzhundrassen. \u00dcblicherweise wurde das Wild am Ende von der Meute get\u00f6tet und anschlie\u00dfend zerrissen. Schleppjagden haben diese Praxis in Deutschland und England ersetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einigen mediterranen L\u00e4ndern (Spanien, Portugal) sowie in Irland, Russland und dem Westen der USA wird die Hasenhetze mit Windhunden (z.\u00a0B. Galgo Espa\u00f1ol, Kritikos Ichnilatis) ausge\u00fcbt, die in manchen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern verboten ist. In England wurde die Fuchsjagd sowie die Hasenhetze durch das umstrittene Gesetz Hunting Act 2004 eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anforderungen an den brauchbaren Jagdhund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDer zur Jagd brauchbare Hund muss aufgrund seines Wesens sowie seiner Sinnesleistungen und seiner k\u00f6rperlichen Verfassung die ihm im Jagdbetrieb gestellten Aufgaben erf\u00fcllen. Die F\u00e4higkeit zur sozialen Einordnung, Ruhe, Arbeitsfreude und F\u00fchrigkeit sowie H\u00e4rte beim Einsatz sollen sein Wesen kennzeichnen und Voraussetzung f\u00fcr den Nachweis der jagdlichen Brauchbarkeit sein. Die durch die Zuchtauslese gef\u00f6rderten Anlagen der Sinne und der k\u00f6rperlichen Merkmale\u00a0\u2013 gepr\u00e4gt von Kraft und Ausdauer\u00a0\u2013 m\u00fcssen dem sp\u00e4teren Einsatz entsprechen. Dies wird f\u00fcr die jagdliche Brauchbarkeit vorausgesetzt. Es ist in die Verantwortung der J\u00e4gerschaft gegeben, die Auflagen des Gesetzgebers zu erf\u00fcllen und im Sinne des Tierschutzes nur mit gepr\u00fcften Jagdhunden zu jagen, die diese Grundforderungen erf\u00fcllen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2013 Vorwort zu den \u201eNieders\u00e4chsischen Richtlinien \u00fcber die Brauchbarkeit von Jagdhunden\u201c (1992)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits Xenophon beschrieb die Eigenschaften und Fehler von Hunden, die sich f\u00fcr die Jagd nicht eignen. Er machte daf\u00fcr ihre \u201eNatur\u201c und nicht etwa falsche Unterweisung verantwortlich und stellte zuletzt fest: \u201eEs ist eine besondere Kunst, die richtigen Hunde auszuw\u00e4hlen und zu unterrichten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Exterieur wird in den jeweiligen Rassestandards festgelegt. F\u00fcr das Wesen und die jagdlichen Grundeigenschaften sind die jagdlichen Leistungszuchten verantwortlich. Das Exterieur (Konstitution, Farbe, Haarvariante) variiert je nach Jagdart, Zielwild und Jagdlandschaft. Traditionell sind die Hetz- und Meutehunde sowie die Abk\u00f6mmlinge der alten Vogelhundrassen dreifarbig oder gescheckt, w\u00e4hrend die Hunde des solojagenden (Ansitz-)J\u00e4gers farblich dagegen kaum auffallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle Jagdgebrauchshunde sollen sich durch dosierte Wildsch\u00e4rfe, d.\u00a0h. Angriffslust oder mutiges Verhalten gegen\u00fcber dem Wild, Schussfestigkeit und Vertr\u00e4glichkeit mit Artgenossen auszeichnen.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Zu den speziellen Anforderungen an den <em>brauchbaren St\u00f6berhund<\/em> geh\u00f6ren neben selbst\u00e4ndigem, freiem Jagen ein zuverl\u00e4ssig ert\u00f6nender Spur- und F\u00e4hrtenlaut, Orientierungssinn und Dornenfestigkeit.<\/li>\n<li>Der <em>brauchbare Feldhund<\/em> zeichnet sich durch ausgepr\u00e4gten Such- und Finderwillen (Jagdtrieb) und durch eine von Ausdauer, Tempo und Planm\u00e4\u00dfigkeit gekennzeichnete Suche aus. Auf der Nachsuche zeigt er Spurwillen und Spursicherheit. Au\u00dfer der Apportiereignung kennzeichnen ihn Gehorsam und Lenkbarkeit durch den Hundef\u00fchrer.<\/li>\n<li>Neben ausgesprochener Wasser- und Apportierfreude ben\u00f6tigt der <em>brauchbare Wasserhund<\/em> Jagdpassion und Spurfreude, Ausdauer sowie eine geeignete k\u00f6rperliche Konstitution.<\/li>\n<li>Der <em>brauchbare Schwei\u00dfhund<\/em> zeichnet sich durch ruhiges und ausgeglichenes Wesen aus. Er besitzt einen feinen Geruchssinn, jagt mit tiefer Nase f\u00e4hrtenlaut und hat ausgepr\u00e4gten F\u00e4hrtenwillen.<\/li>\n<li>Stabiles Wesen und Schliefenfreude kennzeichnen den <em>brauchbaren Bauhund<\/em>.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beispiele f\u00fcr <em>Untugenden und Fehler<\/em> bei Jagdgebrauchshunden sind das \u201eEinspringen\u201c (mangelndes Durchstehen), \u201eNachprellen\u201c (zu fr\u00fches Hinterherlaufen) und \u201e\u00dcberlaufen\u201c (das \u00dcbersehen des Wilds bei der Suche) beim Vorstehhund. Ein Bauhund kann \u201e\u00fcberscharf\u201c (t\u00f6tet das Wild im Bau) oder ein \u201eAbstandsverbeller\u201c (bleibt zu weit vom Tier entfernt) sein. \u201eAnschneider\u201c fressen das erlegte bzw. apportierte St\u00fcck an. \u201eKnautscher\u201c besch\u00e4digen Wild durch zu gro\u00dfen Haltedruck w\u00e4hrend des Apports. Ein \u201eTotengr\u00e4ber\u201c vergr\u00e4bt das erlegte St\u00fcck, statt es zu apportieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Grundausbildung (\u201eEinarbeiten\u201c)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Viele jagdliche Eigenschaften des Jagdgebrauchshundes (Jagdtrieb, Vorstehen, Spurlaut, Wildsch\u00e4rfe) sind bereits als Anlagen vorhanden und werden durch geeignetes Training weiter gef\u00f6rdert (\u201eEinarbeiten\u201c). Andere F\u00e4higkeiten dagegen m\u00fcssen durch Dressur erlernt werden (Apportieren, Totverbellen, Totverweisen). Die jagdliche Ausbildung des Hundes beginnt heute bereits im Welpenalter und ist mit zwei Jahren meist abgeschlossen. Die Abrichtung zum Gehorsam ist f\u00fcr alle Rassen zwingend, variiert in ihrer Intensit\u00e4t jedoch nach jagdlichem Einsatzbereich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Historische Belege f\u00fcr die Ausbildung von Vorstehhunden sprechen davon, dass sie mit <em>Zucht und Streichen<\/em> angelernt werden mussten. Auch Johann Elias Riedinger erw\u00e4hnt 1738 die \u201estrengste Zucht\u201c und den \u201ebesonderen Flei\u00df\u201c in der Abrichtung der Vorstehhunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die Methoden der klassischen Parforce-Dressur mittlerweile abgelehnt werden, beruht die Ausbildung trotz moderner lernpsychologischer Erkenntnisse (positive und negative Verst\u00e4rkung) auch auf einem gewissen Ma\u00df an H\u00e4rte und Zwang. Die Verwendung von Elektroreizger\u00e4ten (Teletakt) ist sehr umstritten zumindest in Deutschland (nach einem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts im Februar 2006 verst\u00f6\u00dft der Einsatz solcher Ger\u00e4te gegen geltendes Tierschutzrecht) und \u00d6sterreich verboten. Bef\u00fcrworter sehen darin ein Hilfsmittel f\u00fcr die Abrichtung aus der Distanz bei \u201eunbelehrbaren\u201c Hunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einarbeitung umfasst neben einer Pr\u00fcfung der Jagdtauglichkeit auf spezielles Wild auch die Arbeit auf der Hasenf\u00e4hrte und auf \u201eSchleppen\u201c (mit totem Wild gezogene Spur, an deren Ende der Kadaver liegt) sowie Apportier\u00fcbungen mit Dummys. Der Schwei\u00dfhund wird an verschiedenen Arten von k\u00fcnstlich ausgelegten F\u00e4hrten (Tupf- oder Tropff\u00e4hrten, F\u00e4hrtenschuhf\u00e4hrten, kalte gesunde F\u00e4hrten eines einzelnen St\u00fcckes) eingearbeitet. Die Ausbildung des Bauhundes beginnt fr\u00fch mit der Gew\u00f6hnung der Welpen an R\u00f6hrensysteme. Sp\u00e4ter erfolgen \u00dcbungen in den k\u00fcnstlichen Bauanlagen (Schliefenanlagen) der Vereine, die oft mit einem zahmen Fuchs besetzt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die \u00dcberpr\u00fcfung und F\u00f6rderung der Wildsch\u00e4rfe durch Verwendung lebenden Jagdwilds (Ente, Hase, Raubwild inkl. Katzen) im Rahmen der Ausbildung gilt in J\u00e4gerkreisen als unerl\u00e4sslich, um ein schnelles \u201etierschutzgerechtes Abw\u00fcrgen\u201c des Wildes durch den Jagdhund zu erreichen. Diese Praxis st\u00f6\u00dft in Tiersch\u00fctzer-Kreisen jedoch auf breite Ablehnung und ist bereits in einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern (D\u00e4nemark, Schweiz, Niederlande, Irland) gesetzlich verboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gef\u00e4hrdung im Einsatz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die besonderen Gefahren f\u00fcr den Hund auf der Jagd ergeben sich aus seinen Einsatzbereichen. Sie gehen von Umweltfaktoren wie Dornen und \u00c4sten, dem wehrhaften bzw. waidwunden Wild, dem J\u00e4ger selbst oder auch unvertr\u00e4glichen Artgenossen aus. Typische Traumata beim Jagdhund sind St\u00fcrze, Riss- oder Stichwunden, Bissverletzungen oder Schusswunden. Da der Hund bei der Jagd immer mit dem Kopf voran geht (vor allem bei der Baujagd), sind Augen, Kopf und Hals besonders f\u00fcr Verletzungen disponiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben Hautverletzungen unterschiedlichen Grades sind der K\u00f6rper und auch die Extremit\u00e4ten stark gef\u00e4hrdet. Dies gilt vor allem f\u00fcr Auseinandersetzungen mit Schwarzwild, dessen rasiermesserscharfe Eckz\u00e4hne (Hauer des Keilers) klaffende Wunden rei\u00dfen. Neuerdings gibt es Schutzwesten, um Gefahren zu mindern. Bei den meisten Verletzungen ist neben gr\u00fcndlicher Desinfektion und Erstversorgung die weitere Behandlung durch den Tierarzt erforderlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jagdliches Brauchtum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits im Mittelalter war die Reihenfolge der Aufteilung des erlegten Wildes klar festgelegt. Den Hunden als Jagdhelfer stand ein Teil der Innereien als Beute zu. Alternativ wurden sie mit Brotst\u00fccken gef\u00fcttert, die zuvor in die Eingeweide des Wilds getaucht worden waren. Auch bei der noch heute zelebrierten <em>Cur\u00e8e<\/em> (sog. \u201eJ\u00e4gerrecht\u201c) wird der Hundemeute nach beendeter Reitjagd ein Pansen vorgeworfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Schwei\u00dfarbeit bekommt der Hundef\u00fchrer nach erfolgreich abgeschlossener Nachsuche einen frischen \u201eBruch\u201c (abgebrochener Zweig) \u00fcberreicht; die H\u00e4lfte davon wird am Halsband des Hundes befestigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Begriffe im Zusammenhang mit dem Jagdhund existieren in der J\u00e4gersprache. Dazu geh\u00f6ren \u201eBlendling\u201c (Mischling), \u201eschnallen\u201c (Leine l\u00f6sen), \u201eangew\u00f6lft\u201c (angeboren), \u201eHalsung\u201c (Halsband oder Riemen), \u201eaufkoppeln\u201c (anleinen) etc. Speziell f\u00fcr die Brackenj\u00e4ger existieren noch zus\u00e4tzliche Begriffe, so werden bei der Jagd mit Bracken auch traditionelle Jagdschreie (<em>Hang up den Schelm!<\/em> = \u201eFuchs tot!\u201c) und Hetzrufe eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Blasen von Jagdsignalen auf dem Horn diente den J\u00e4gern und Hunden zur Orientierung. Von den Brackenj\u00e4gern wird traditionsgem\u00e4\u00df dazu noch immer der \u201eSauerl\u00e4nder Halbmond\u201c eingesetzt. Regional existieren verschiedene Jagdsignale. F\u00fcr die Lenkung der Hunde bei der Brackenjagd sind die Hornrufe noch immer unverzichtbar. Wichtige Signale sind \u201eAufbruch zur Jagd\u201c, \u201eHunde los\u201c, \u201eWild tot\u201c, \u201eSammeln\u201c und \u201eAufkoppeln\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jagdhundrassen au\u00dferhalb Europas<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Indianerhunde Nordamerikas (z.\u00a0B. Chinook) wurden universell als Zugtiere, W\u00e4chter, Fleischlieferanten und Jagdhunde eingesetzt. Die englischen Kolonisten brachten ihre Jagdhundmeuten auf den amerikanischen Kontinent mit (z.\u00a0B. George Washington). Durch die Selektion auf das \u201eneue\u201c Jagdwild und Gel\u00e4nde entstanden au\u00dfer den amerikanischen Varianten alter Rassen auch neue Hundetypen wie der Waschb\u00e4renhund (Coonhound). Heute finden auch Gebrauchskreuzungen wie der Plott Hound jagdliche Verwendung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schlittenhunde der Eskimos (z.\u00a0B. Gr\u00f6nlandhund, Alaskan Malamute) zeigen eine stark ausgepr\u00e4gte Jagdpassion. Sie wurden als Helfer bei der B\u00e4ren-, Robben- und Rentierjagd eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Steppengebieten Asiens fanden traditionell die Windhunde jagdliche Verwendung (Afghane, Saluki, Barsoi). In Russland werden heute eigene Brackenschl\u00e4ge (russische Bracken) und die Laiki als Jagdhunde verwendet. Aus der Gruppe asiatischer Spitze existieren mehrere jagdlich spezialisierte Rassen (z.\u00a0B. Kai-Inu, Shikoku, Hokkaido Ken). Als guter Jagdhund ist auch der Thai Ridgeback bekannt. In Indien wird u.\u00a0a. der Mudhol Hound (Karawanenhund) zur Jagd eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Windhunde (Sloughi, Azawakh) waren die traditionellen Jagdhundrassen bei den Beduinen Afrikas. Einige afrikanische St\u00e4mme verf\u00fcgten \u00fcber gute Hunde f\u00fcr die Jagd, ber\u00fchmt waren die Hunde der Khoi Khoi. Aus ihrer Vermischung mit den europ\u00e4ischen Rassen der Siedler entstand der Rhodesian Ridgeback. Er wurde f\u00fcr die L\u00f6wenjagd verwendet und zeigt Eignung zur Schwei\u00dfarbeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Historisch spielte in S\u00fcdamerika der Einsatz von Hunden bei der Jagd nur eine untergeordnete Rolle. Bei manchen Naturv\u00f6lkern sind jedoch noch heute Hunde als primitive Jagdhelfer zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historische Nutzungsgruppen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl bereits seit Xenophon (426\u2013355 v. Chr.) die Z\u00fcchtung innerhalb von Rassetypen bekannt war, erfolgte die Einteilung der Jagdhunde in fr\u00fcheren Jahrhunderten nicht nach rassegebundenem, definierten Ph\u00e4notypen, sondern nach Leistung und jagdlichem Verwendungszweck (s.\u00a0o.). Zu den wichtigsten historischen Gruppen geh\u00f6ren:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Hetz-\/Jagdhunde<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Laufhunde erm\u00fcdeten sie das gejagte Wild durch ihre Ausdauer. Schnell und kr\u00e4ftig, hetzten sie das Wild lautstark, nachdem sie es anhand seiner F\u00e4hrte aufgesp\u00fcrt hatten und trieben es dem J\u00e4ger zu (Treibhunde). Die Bracke stellt den Grundtyp der \u201ejagenden Hunde\u201c dar. Abh\u00e4ngig von der bejagten Revierlandschaft existierten regional stark variierende Brackenformen (Haidbracke, Steinbracke, Holzbracke). Gaston Phoebus beschrieb sie bereits als mit <em>\u201estarken geraden nicht zu langen Beinen, guter und weiter Nase, langer Schnauze, dicken Lefzen und gro\u00dfem breiten Kopf\u201c<\/em> versehen. Die Fellfarbe variierte, die H\u00f6he betrug ca. 50\u00a0cm Schulterma\u00df. Sie \u00e4hnelten den Leit- und Schwei\u00dfhunden, waren aber leichter gebaut und hatten k\u00fcrzere Ohren. Als Gewicht werden ca. 25\u00a0kg angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Windhunde<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit der Pharaonenzeit bei Hetzjagden eingesetzt, holten die Windhunde als lautlose Sichtj\u00e4ger das Wild (Hasen, F\u00fcchse, Rehe) schnell ein und fingen es ab. Vom fr\u00fchen Mittelalter bis in die Neuzeit ist die Existenz zweier Varianten bekannt. Leichte Windhundschl\u00e4ge wurden neben der Beizjagd f\u00fcr die Hasenhetze verwendet (<em>Veltrus leporarius<\/em>), die schweren Varianten wurden f\u00fcr die Jagd auf Schwarz- und Rotwild eingesetzt (<em>Veltrus porcarius<\/em>). Die irischen Windhunde waren in der Neuzeit als gute \u201eWolfshetzer\u201c bekannt. Nach Gaston Phoebus wiesen die Windhunde \u201eeine hohe schlanke Gestalt, lange magere Beine, einen langen Kopf mit langer Schnauze und lange Rippen\u201c auf. Sie existierten lang- und kurzhaarig in vielen verschiedenen Farbt\u00f6nen. Das gesch\u00e4tzte Gewicht lag artabh\u00e4ngig zwischen ca. 20 und 30\u00a0kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Parforcehunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl das 17.\/18. Jahrhundert den H\u00f6hepunkt der Parforcejagd darstellte, war die Jagd mit den Parforcehunden schon den Normannen bekannt. Ihre Aufgabe bestand darin, auf Jagden <em>zu Pferde<\/em> das Wild solange zu hetzen, bis es ermattet war und von den J\u00e4gern gestellt werden konnte. Nach ihrem Zielwild wurden sie in Hirschhunde (<em>Canes cerviciis<\/em>), Hunde f\u00fcr die Damhirschjagd (<em>Canes damariciis<\/em>), Fuchs- (<em>Canes vulperettis<\/em>) und Hasenhunde (<em>Canes herethioris<\/em>) eingeteilt. Sie galten als gro\u00df, kr\u00e4ftig und sehr gehorsam. Angef\u00fchrt vom \u201eKopfhund\u201c (einem Hund mit besonders guter Nase) jagten sie stets in der gro\u00dfen Meute und frei zwischen den Pferden. Durch einen speziellen Ton\u00a0\u2013 dem Hetzlaut\u00a0\u2013 zeigten sie an, dass sie sich hinter dem gejagten Wild befanden. Ihr Gewicht lag bei ca. 40\u00a0kg. Auch heute werden die Meutehunde noch f\u00fcr Reitjagden gehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Leithunde\/Sp\u00fcrhunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Karl dem Gro\u00dfen wurden Leit- und Sp\u00fcrhunde eingesetzt und in ihrer reinen Form bis ins 19. Jahrhundert hinein gez\u00fcchtet. Der Leithund (auch als \u201eLymer\u201c, \u201eLimier\u201c oder \u201eWaldmann\u201c bezeichnet) galt als die vornehmste Jagdhundeart und diente, je nach Abrichtung, zur \u201eVorsuche\u201c auf Edel-, Dam- oder Schwarzwild. Urspr\u00fcnglich stellte er nur eine besondere Dressurform des Laufhundes dar, bei der ein zur Riemenarbeit geeigneter Hund mit ausgesprochen feiner Nase verwendet wurde. Sp\u00e4ter wurden die Hunde des im Ardennenkloster <em>St. Hubert<\/em> gez\u00fcchteten Stammes zur Leithundarbeit bevorzugt. Stets am Leitseil arbeitend, suchten sie mit tiefer Nase, gaben niemals Laut und blieben auf der einmal gefundenen \u201ekalten F\u00e4hrte\u201c (\u00e4ltere Wildf\u00e4hrte), ohne sich durch eine andere ablenken zu lassen. Sie besa\u00dfen eine ausgezeichnete Sp\u00fcrnase und galten als ruhig, folgsam und ausgeglichen. Historische Beschreibungen nennen einen kr\u00e4ftigen, gedrungenen Hund mittlerer Gr\u00f6\u00dfe, mit ausgepr\u00e4gten langen Ohren und Lefzen, einem dicken Kopf und aufrecht getragener Rute. Von diesem meist kurzhaarigen Hundetyp existierten vielen Farbvarianten, das Gewicht lag zwischen ca. 25 und 30\u00a0kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Schwei\u00dfhunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aufgabe des Schwei\u00dfhundes war die Nachsuche auf angeschossenes, \u201eschwei\u00dfendes\u201c (d.\u00a0h. blutendes) Wild. Erste Hinweise auf den Einsatz des Schwei\u00dfhundes finden sich in der <em>Naturalis historia<\/em> des Cajus Plinius Secundus. Im Mittelalter verwendete man Bracken oder auch besonders abgerichtete Leithunde f\u00fcr diese Aufgabe. Abgeleitet von den alten Leithundrassen und diesen im Aussehen sehr \u00e4hnlich, entstanden Ende des 18. Jahrhunderts die Schwei\u00dfhunde als Spezialisten f\u00fcr die Nachsuche. Sie wurden bevorzugt an den J\u00e4gerh\u00f6fen gehalten. Vom \u00c4u\u00dferen wurden sie als untersetzt, mit dickem Kopf, starker Schnauze, langen Ohren und breiter Nase beschrieben. Dunkle Farbt\u00f6ne dominierten, das gesch\u00e4tzte Gewicht lag bei ca. 25\u00a0kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Sauhunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sauhunde wurden zwischen ca. 800\u20131800 zur Schwarzwildjagd benutzt. Man unterschied je nach ihrer Funktion zwischen \u201eSaufindern\u201c, \u201eSaur\u00fcden\u201c und \u201eSaupackern\u201c. Bei den Findern handelte es sich um kleine, wendige Hunde, die das Schwarzwild aufsp\u00fcrten, heraustrieben und verbellten. Die gro\u00dfen, starken R\u00fcden und Packer zeichneten sich durch Gewandtheit und ausgepr\u00e4gte Wildsch\u00e4rfe aus. \u00c4u\u00dferlich den Hirten- und Sch\u00e4ferhunden \u00e4hnlich, wurden sie wegen der hohen Verlustrate aus Kostengr\u00fcnden oft auch aus diesen Gruppen rekrutiert (sogenannte \u201eSau\u201c- und \u201eSchafr\u00fcden\u201c). Sie stellten das Wild und zogen es nieder, bis der J\u00e4ger mit dem Sauspie\u00df (\u201eSaufeder\u201c) kam. Zum Schutz vor Verletzungen trugen die Packer oft eine Panzerung. Besonders scharfe Hetzhunde waren die <em>kleinen<\/em> und <em>gro\u00dfen<\/em> \u201eB\u00e4renbei\u00dfer\u201c. Speziell f\u00fcr die Schwarzwildjagd in Deutschland wurden im 16. Jahrhundert aus England importierte Doggen eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>H\u00fchner-\/St\u00f6ber-\/Vorstehhunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit dem fr\u00fchen Mittelalter verwendet, dienten die St\u00f6berhunde urspr\u00fcnglich nur dem Aufst\u00f6bern von Nieder- und Flugwild bei der Beizjagd. Sp\u00e4ter wurden sie zus\u00e4tzlich als Helfer beim Fang von Flugwild in Netzen eingesetzt (H\u00fchnerhunde). Im weiteren Verlauf entwickelten sie auch das \u201eVorstehen\u201c, d.\u00a0h. die Hunde suchten Nieder- und Federwild kurz vor dem J\u00e4ger und zeigten diesem durch das Vorstehverhalten gefundenes Wild an, ohne es dabei aufzuschrecken. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6rte auch, geschossenes Wild zu finden und es zu apportieren, Einige Arten wurden ebenfalls bei der Wasserjagd eingesetzt. Typisch f\u00fcr die Hunde dieser Gruppe war das Aufsp\u00fcren und Suchen des Wildes mit hoher Nase. Den Grundtypus stellten die alten Spanielrassen dar. Sie wurden als gedrungen, mittelgro\u00df, mit kurzem starken Kopf, starkem Gebiss, h\u00e4ngenden Ohren und aufrechter Rute beschrieben. Die Farbe variierte, dreifarbige und gefleckte Hunde waren h\u00e4ufig. Das gesch\u00e4tzte Gewicht lag bei ca. 15\u201320\u00a0kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Dachshunde<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab ca. 800 im Einsatz, dienten die sogenannten \u201eDachshunde\u201c, \u201eSchliefer\u201c und \u201eW\u00fcrger\u201c dazu, Dachse und F\u00fcchse entweder aus dem Bau zu treiben oder sie darin festzuhalten. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden nahezu alle Hunde f\u00fcr die Baujagd eingesetzt, sofern sie die k\u00f6rperlichen Voraussetzungen dazu hatten, wildscharf waren und willig \u201eschlieften\u201c (in den Bau schl\u00fcpften). Die Erdhunde wurden auch als <em>schlieferle<\/em>, <em>lochh\u00fcndle<\/em> oder <em>dachse<\/em> bezeichnet. Sie wurden als lebhaft, mutig, ausdauernd und wenig gehorsam beschrieben. Vom Aussehen her waren sie klein, mit kurzen gebogenen Beinen, langem Leib und Kopf. Man geht von verzwergten Brackenvarianten aus. Ihr glattes Fell war schwarz, gelb oder grau. In Anlehnung an den heutigen Dackel wird ihr Gewicht auf ca. 10\u00a0kg gesch\u00e4tzt. In Frankreich wurden Bassets verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historische Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ur- und Fr\u00fchzeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist davon auszugehen, dass der Hund schon in einem fr\u00fchen Stadium der Domestikation als Jagdhelfer einsetzbar war. Die Jagdweise neolithischer Hunde entsprach dem Jagdverhalten von W\u00f6lfen. Die Hunde dienten nicht zum Aufsp\u00fcren der Beute, sondern wurden eingesetzt, um das Wild z.\u00a0B. in den Tod zu treiben. In den Tundralandschaften der Eiszeit fanden Hetzhunde Verwendung, um die geringere Geschwindigkeit des menschlichen J\u00e4gers auszugleichen. Die primitiven Formen des jagdlichen Einsatzes erforderten keine spezielle Abrichtung, sondern stellten eine Handlungskette dar, die mit dem Auffressen der Beute endete. Trafen die J\u00e4ger zu sp\u00e4t beim erlegten Wild ein, hatten sie das Nachsehen. Der Aggressionsverlust gegen\u00fcber dem Menschen beim Beutemachen gilt dabei als wichtiges Abgrenzungskriterium der fr\u00fchen Hunde gegen\u00fcber dem Wolf. Sp\u00e4testens im Mesolithikum\/Epipal\u00e4olithikum (10000\u20136000 v.\u00a0Chr.) entstand eine Anzahl verschiedener Hundetypen, die die Basis f\u00fcr die Entwicklung der sp\u00e4teren Landrassen bildeten. Darunter sind Varianten des Haushundes zu verstehen, die sich unter bestimmten Umweltbedingungen und den durch den Menschen definierten Anspr\u00fcchen und Verwendungszwecken durchsetzten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Alte Hochkulturen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn diente die Jagd in \u00c4gypten noch dem Nahrungserwerb. Die j\u00e4gernomadische Schicht der \u00e4gyptischen Fr\u00fchgeschichte besa\u00df wolfshundartige Tiere mit stehenden Ohren und buschigem Schwanz. Mit Einf\u00fchrung der Sklaverei in den Hochkulturen wandelte sich die Jagd zum Freizeitvergn\u00fcgen und der \u00dcbung kriegerlicher Tugenden f\u00fcr die Kriegerklasse und die herrschenden Privilegierten. Jagdwaffen waren Pfeil\/Bogen, Speer, Wurfholz, Lasso und Netz (Vogelnetz, Fischernetz). Als Jagdhelfer bei Treibjagden dienten windhundartige hetzende Sichtj\u00e4ger, die kleineres Wild selbst\u00e4ndig erlegten. Sie wurden als \u201eTesems\u201c bezeichnet. Kalksteinreliefs aus einem Grab bei Sakkara in Memphis bilden ab, wie Wildrinder, Steinb\u00f6cke und Antilopen von gro\u00dfen, schlanken Hunden an Kehle und L\u00e4ufen gepackt werden. Au\u00dfer den Hetzhunden existierten Spezialisten f\u00fcr die Suchjagd (bracken\u00e4hnliche Hunde) und f\u00fcr das \u201ePacken\u201c. Hinweise gibt es auch auf dackel\u00e4hnliche Hunde, die jedoch vermutlich als Scho\u00dfhund dienten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Mesopotamien wurde um 3500 v. Chr. die Schrift erfunden. Zu den \u00e4ltesten Schriftzeichen geh\u00f6rte u.\u00a0a. das f\u00fcr den \u201eJagdhund\u201c. Nur geringf\u00fcgig sp\u00e4ter als die Wind- und Jagdhunde (3000 v. Chr.) werden in Mesopotamien sehr gro\u00dfe, kr\u00e4ftige Hunde mit h\u00e4ngenden Ohren auf Siegeln abgebildet. Diese sogenannten Mastifftypen (Molosser) wurden au\u00dfer als Wach- und Kampfhunde auch f\u00fcr die Jagd auf L\u00f6wen und Wildschwein eingesetzt, eine Jagdform, die dem Vergn\u00fcgen und der Selbstdarstellung der Herrschenden diente. Jagdabbildungen aus der Zeit Assurbanipals (668\u2013631 v. Chr.) zeigen ebenfalls schwere Hunde vom Molosserdoggentyp bei der Jagd auf L\u00f6wen und Wildrinder. Sp\u00e4ter fand der Einsatz dieser Hunde seinen H\u00f6hepunkt in Arenak\u00e4mpfen gegen B\u00e4ren, L\u00f6wen und Esel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jagdszenen aus \u00e4gyptischer und etruskischer Zeit stellen die Antilopen- und L\u00f6wenjagd dar, bei denen der Streitwagen von Windhunden begleitet wird. Im 4. Jahrhundert v. Chr. war auch die Hetzjagd zu Pferde bereits bekannt, wie die Szene eines skythischen J\u00e4gers in der Begleitung von Barsoi-artigen Hunden beweist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Antike und fr\u00fches Mittelalter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Antike war die Jagd kein Privileg der Adligen, sondern stand jedem Freien offen. Sie diente neben dem Nahrungserwerb vorrangig der k\u00f6rperlichen Ert\u00fcchtigung und Ausbildung als Vorbereitung zum Kampf und zur Pflege m\u00e4nnlicher Tugenden. Jagdwaffen waren Speer oder Wurfspie\u00df, ggf. noch Netze. Die Jagd mit Fernwaffen galt als unsportlich und war verp\u00f6nt. Die untrennbare Verbindung von Hund und Jagd im klassischen Griechenland spiegelt sich in der Bezeichnung f\u00fcr die Jagd (zu Fu\u00df) wider: \u201ekyngesion\u201c = \u201ewas mit dem Hund geschieht\u201c. Erst in der hellenistischen Epoche gewann die Hetzjagd auf Sau und Hirsch zu Pferd an Bedeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Jagdhund in Griechenland ging \u00fcberwiegend auf Importe aus alt\u00e4gyptischen Laufhunden und Bracken zur\u00fcck. Namentlich erw\u00e4hnt Xenophon die Castorischen Hunde und bezog sich damit vermutlich auf assyrische Molosserdoggen oder thebanische Laufhunde. Auch die Existenz eigener Laufhundtypen ist belegt: bekannt war Xenophon unter anderem der \u201eKreter\u201c, eine sich durch besondere Tapferkeit und Wildsch\u00e4rfe auszeichnende Rasse. Dar\u00fcber hinaus werden auch \u201eFuchshunde\u201c genannt. Drei Jahrhunderte sp\u00e4ter finden zus\u00e4tzlich die \u201eSpartaner\u201c, Hetzhunde mit Eignung zur Schwei\u00dfarbeit, bei Seneca in seinem Werk Hippolyt Erw\u00e4hnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Rom galt die Jagd nur als Nebensache, die Arbeit mit der Hundemeute wurde jedoch besonders gesch\u00e4tzt. Weitverbreitet waren brackenartigen Jagdhunde, die aus dem \u00e4gyptischen Raum und aus den gallischen Provinzen nach Rom kamen. Seneca nennt au\u00dfer den Molossern, Kretern und Spartanern noch lautlos jagende Hetzhunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der ber\u00fchmteste Jagdhund (Bracke) der Antike war wohl der gallische \u201eSegusier\u201c. Diese Zuchtform gilt als Stammvater heutiger Bracken und wurde auch zum Aufsp\u00fcren von Menschenf\u00e4hrten bereits erfolgreich eingesetzt. Flavius Arrian beschreibt im 2. Jahrhundert n.\u00a0Chr. in seinem Werk \u201eCynegeticus\u201c das au\u00dferordentliche Jagdgeschick der keltischen Hunderassen. Der segusische Laufhund, den er dar\u00fcber hinaus als klein und h\u00e4sslich beschrieb, zeichnete sich demnach durch eine besonders feine Nase, bed\u00e4chtige Suche und langsames, aber leidenschaftliches Jagen mit \u201ehellem Hals\u201c aus. Beim germanischen \u201eVertragus\u201c dagegen handelte es sich um einen gro\u00dfen, windhundartigen Typ mit sch\u00f6nem Fell, der f\u00fcr die Hetzjagd und Apportierarbeit gleicherma\u00dfen geeignet war. W\u00e4hrend bei den Kelten \u00fcberwiegend die sportliche Hasenjagd dominierte, war bei den Germanen die Jagd auf Auerochsen und B\u00e4ren sehr beliebt. Bekannte Nutzungstypen waren daher Hetzhunde, Sp\u00fcrhunde und Packer. Knochenfunde lassen noch auf eine weitere, kleinere Rasse schlie\u00dfen, die der Erd- und Baujagd diente und ausschlie\u00dflich in Germanien vorkam. Bei den Vorl\u00e4ufern der heutigen Teckel handelt es sich folglich um die \u00e4lteste nachweisbare deutsche Hunderasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab dem fr\u00fchen Mittelalter erfolgte verst\u00e4rkt die sprachliche Einteilung der Jagdhunde in Nutzungsgruppen. Die germanischen Rechtssammlungen aus der Zeit des 5. bis 9. Jahrhunderts erw\u00e4hnen bis zu sieben Jagdhundtypen, deren Einteilung sich ausschlie\u00dflich auf den Verwendungszweck bezog. Die Lex Baiuvariorum (7. Jahrhundert) nennt den <em>leithunt<\/em>, <em>triphunt<\/em>, <em>spurihunt<\/em>, <em>winthunt<\/em> und <em>hapuhunt<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mittelalter und fr\u00fche Neuzeit<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die jagdgeschichtliche Entwicklung in England und Kontinentaleuropa divergierte ab dem Mittelalter. W\u00e4hrend die Jagd in Kontinentaleuropa ausschlie\u00dflich K\u00f6nig und Adel vorbehalten blieb, entwickelte sich dagegen in England ein Jagdrecht, das mit Eigentum an Grund und Boden gekoppelt war. Unter dem d\u00e4nischen K\u00f6nig Knut dem Gro\u00dfen (1016) hatten alle Adligen und Grundbesitzer Jagdrechte\u00a0\u2013 ausgenommen waren nur die Bannforste. Die Jagdhunde dienten \u00fcberwiegend dazu, den J\u00e4gern das Wild zuzutreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Eroberung durch die Normannen 1066 erfolgte die Angleichung Englands an Kontinentaleuropa. Beliebte normannische Jagdmethode war die \u201eParforce\u201c-Jagd: Hier wurde der Hirsch durch den Leithund an der Leine gefunden und aufgest\u00f6bert, danach l\u00f6ste man die Meutehunde und setzte sie auf die Hirschf\u00e4hrte. Nach einer Hetzjagd zu Pferde wurde der Hirsch schlie\u00dflich von den Hunden gestellt und durch die J\u00e4ger get\u00f6tet. F\u00fcr diese Jagdform wurden zum Teil neue Hunderassen eingef\u00fchrt: die Alaunts, eine grimmige wei\u00dfe Abart von Doggen (abstammend von den Kriegshunden der Alanen aus dem 4. Jahrhundert) sowie die \u201eTalbots\u201c, eine langsame Brackenart mit tiefer Stimme.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doggenartige Hunde wurden auch zur Jagd auf wehrhaftes Wild wie B\u00e4r, Wildschwein und Wolf eingesetzt. Um einen leichteren Schlag zu erhalten, wurden sie daf\u00fcr oft mit Wind- und Laufhunden gekreuzt. Bereits ab dem fr\u00fchen Mittelalter wurden \u201eSchlieffenh\u00fcndle\u201c zur Erd- und Baujagd verwendet. Zum Aufst\u00f6bern von Federwild, z.\u00a0B. f\u00fcr die Beizjagd, diente der Vogel- oder auch Habichtshund. Diese Hunde zeigten auf der Jagd bereits Vorsteh-Verhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bez\u00fcglich der Jagdmethoden existierten wildspezifische Unterschiede: <em>beasts of venery<\/em> umfassten Rotwild, Hase, B\u00e4r und Wolf; ihnen wurden au\u00dferhalb der K\u00f6nigsforste mit der Parforce-Jagd nachgestellt. Die <em>beasts of chase<\/em> (Damwild, Rehwild, Marder und Fuchs) wurden dagegen gleich mit der Meute gesucht und gejagt. Mit dem R\u00fcckgang der Hochwildbest\u00e4nde wurde die normannische Parforce-Jagd von der Gehegejagd abgel\u00f6st. Hasenhetze und Fuchsjagd erfreuten sich gro\u00dfer Beliebtheit. Ma\u00dfgebliches Kriterium war nun das \u201eGel\u00e4ut\u201c der Jagdhunde (<em>hound music<\/em>). Die Tudors setzten ihre Meuten aus Hunden zusammen, deren Stimmen klanglich aufeinander abgestimmt waren. Hauptsport wurde es, die Meute auf die F\u00e4hrte eines zuvor angeschossenen Hirsches zu setzen und ihr dann zu lauschen\u00a0\u2013 die Hunde am Klang der Stimme zu erkennen und der Jagd ausschlie\u00dflich nach Geh\u00f6r zu folgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In England begann sich die sportliche Art des Vogeljagens mit Vorstehhunden, den <em>setting dogs<\/em>, zu entwickeln. Diese legten sich beim Anzeigen nieder, das Wild mit den Augen bannend, sodass die J\u00e4ger die Fangnetze \u00fcber Hund und Beute werfen konnten (\u201eTyrassieren\u201c). Falken oder Falkendrachen verhinderten dabei das Aufsteigen des Flugwildes. Auf dem Kontinent dagegen zeigten die Vorstehhunde das erst\u00f6berte Flugwild an und trieben es dann auf Kommando vorsichtig vorw\u00e4rts in die Zugnetze der J\u00e4ger.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Neuzeit bis 18. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf dem europ\u00e4ischen Kontinent begann im 15. Jahrhundert ein Wandel der Jagd vom sportlichen Waidwerk zur Belustigung des Adels, der bis ins 18. Jahrhundert anhielt. Die Haltung von Hirschen erfolgte fast ausschlie\u00dflich in Wildgehegen. Die Jagd fand als Parforce-Jagd oder Pirsch auf einzelne, bestimmte Hirsche statt. Die h\u00f6fischen Jagden wurden als Kost\u00fcmb\u00e4lle abgehalten, bei denen das Wild durch Gassen aus mit pittoresken Jagdszenen bemalten Tuchw\u00e4nden (Vorl\u00e4ufer der Gatterjagd) oder \u00fcber Hindernisse und in Gew\u00e4sser getrieben wurde, um massenhafte Absch\u00fcsse zu erm\u00f6glichen. Jagdhunde wurden in diesem Zusammenhang \u00fcberwiegend zum Treiben eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Entwicklung der Feuerwaffen unter gleichzeitigem R\u00fcckgang der Haarwildbest\u00e4nde erlebte das Flugwildschie\u00dfen eine Bl\u00fctezeit. Die Vorsteh- und St\u00f6berhunde gewannen weiter an Bedeutung, ihr Aufgabenspektrum erweiterte sich jedoch um das Apportieren von geschossenem Flugwild, vor allem aus dem Wasser oder aus Dickungen. Insgesamt sollte der Jagdhund zu Beginn der Neuzeit allgemein brauchbar sein und jeder aufgesp\u00fcrten Wildart nachjagen. Einen \u00dcberblick \u00fcber die bekannten \u201eRassen\u201c Nutzungsgruppen der Jagdhunde im 16. Jahrhundert gibt Conrad Gesner in seinem <em>Thierbuch<\/em> (1563). Er beschreibt den <em>windhund<\/em>, <em>leithund<\/em>, <em>laufhund<\/em>, <em>sp\u00fcrhund<\/em>, <em>bluthund<\/em>. Bekannt waren ihm neben der Arbeit der Vorstehhunde und \u201eLochh\u00fcndle\u201c auch der Spaniel, das Windspiel, der Wasserhund sowie Vogel- und Wachtelhunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Untergang der Adligen w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Revolution bedeutete gleichzeitig das Ende vieler Jagdhundrassen. Mit dem Verlust der Zuchtarbeit von Jahrhunderten verlor Frankreich seine F\u00fchrungsposition in der Jagdhundezucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 18. Jahrhundert begann man in England die Idee umzusetzen, f\u00fcr jede Jagdart einen anderen Hund zu verwenden. Die universell einsetzbare zusammengew\u00fcrfelte Meute aus der Tudorzeit verschwand, ebenso verdr\u00e4ngte das Flugwildschie\u00dfen die Falkenbeize und die Vogeljagd mit Netzen. Der Squire\u00a0\u2013 ein Landedelmann mit eigenem Jagdrecht\u00a0\u2013 erlebte in England eine goldene Epoche. Als Hauptdisziplinen jagdsportlicher Vergn\u00fcgungen galten das Flugwildschie\u00dfen unter Verwendung von Pointern, die Hetzjagd mit neu gez\u00fcchteten [Fuchshund]rassen, die Hasenjagd zu Pferde mit Windhunden sowie die Otternjagd mit Otter- und anderen Wasserhunden. Als passionierte J\u00e4ger z\u00fcchteten viele der Squires ihre eigenen Jagdhundvarianten, so dass zus\u00e4tzlich zu den jagdwildlich und gel\u00e4ndespezialisierten Hunden noch Lokalschl\u00e4ge entstanden.<\/p>\n<p><strong> 19. Jahrhundert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>England<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einrichtung eines Fuchshunde-Zuchtbuches im Jahr 1800 f\u00fchrte zu wesentlichen Zuchtfortschritten bez\u00fcglich Nasenleistung und Geschwindigkeit, so dass gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Fuchsjagd mit der Meute nur noch ca. 40 Minuten dauerte. In den Jahren 1815 bis 1870, w\u00e4hrend der Hochzeit der Fuchsjagd, existierten 101 Fuchshund-Meuten; mit 138 Harriermeuten war auch die Hasenhetze noch immer sehr beliebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Flugwild wurde noch immer \u201ehinter Pointern\u201c, d.\u00a0h. auf der Suche, geschossen. Vom Jagdhund dieser Zeit erwartete man, dass er vorstand, apportierte (auch aus Wasser und Dickicht), Gel\u00e4nde absuchte und Wild fand. Unterschiede zwischen Pointern und Settern existierten kaum noch und die Vorstehhunde hatten 1832 einen vorbildlichen Ausbildungsstand erreicht. Die erste Pr\u00fcfung f\u00fcr Vorstehhunde fand 1865 in Southill bei Bedford statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neue Methoden des Flugwildschie\u00dfens zogen einen steigenden Bedarf an guten Apportierhunden nach sich. Die gezielte Zucht spezieller Rassen (Retriever) begann Mitte des 19. Jahrhunderts auf der Basis von importierten St. John-Hunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedingt durch landschaftliche Ver\u00e4nderungen wandelte sich die Hasenhetze langsam zum Coursing. 1858 entstand der <em>National Coursing Club<\/em>. Mit der Festlegung genauer Regeln trat der Wettbewerb zwischen den Hunden an Stelle des urspr\u00fcnglichen Hasenfangens und der Einsatz von Windhunden im Rennsport wurde durch die Wettlust der Briten gef\u00f6rdert. Aufkommende Reinzucht nach Stammbuch, Rassestandards und Ausstellungen f\u00fchrten dazu, dass Rassehunde nicht mehr ausschlie\u00dflich von Adligen gez\u00fcchtet wurden, was die Entwicklung der Rassenvielfalt (z.\u00a0B. bei Terriern) beg\u00fcnstigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Frankreich<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem das k\u00f6nigliche Jagdprivileg gefallen war, wurde in Frankreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Jagd von Grundbesitzern durchgef\u00fchrt, die eine \u201eEquipage\u201c (Jagdeinrichtung) hatten. Diese konnte ein Dutzend verschiedenrassiger Hunde oder eine prunkvolle Brackenmeute umfassen und wurde von berittenen (<em>\u201evalets de chiens a cheval\u201c<\/em>) oder unberittenen (<em>\u201evalets de chiens a pied\u201c<\/em>) Hundef\u00fchrern angeleitet. Der Ehrentitel \u201eWolfslieutenant\u201c (<em>lieutenant de louveterie<\/em>) war mit dem F\u00fchren einer kleinen Hundemeute verbunden, die au\u00dfer zur Wolfsjagd auch f\u00fcr die Saujagd verpflichtet werden konnte. Bedingt durch landschaftliche Gegebenheiten (Dickicht und dichter Waldbewuchs) jagten die franz\u00f6sischen Laufhunde im Gegensatz zu den englischen nicht nur als Meute, sondern auch einzeln. Im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg (1870) gingen in Frankreich viele Hundezuchtst\u00e4mme sowie ein Gro\u00dfteil jagdkynologischen Wissens verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Deutschland<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland hatte es Ende des 18. Jahrhunderts vier Arten von Vorstehhunden gegeben: die <em>Weimarschen<\/em>, <em>Solmsschen<\/em>, <em>W\u00fcrttembergschen<\/em> und <em>Auerbachschen<\/em>. Ende der 30er-Jahre wurden verst\u00e4rkt englische Rassen eingef\u00fchrt und vorhandene St\u00e4mme mit ihnen \u201everdorben\u201c, so dass nach der 48er-Revolution die alten Vorstehhunde verschwunden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der nun jagdberechtigte deutsche B\u00fcrger w\u00fcnschte sich einen <em>allround<\/em>-Jagdhund, der sowohl Wild finden, vorstehen, nach dem Schuss apportieren, in Dickungen eindringen, Wasserarbeit leisten, der Rotf\u00e4hrte folgen, das St\u00fcck niederziehen, es verbellen oder den J\u00e4ger hinf\u00fchren konnte. Daf\u00fcr wurde zun\u00e4chst der englische Gordon Setter eingesetzt. Ende des 19. Jahrhunderts erfolgte die Abkehr von der \u201eAnglomanie\u201c im Jagdhundebereich und die alten kontinentalen Rassen konnten sich, wenn auch oft vermischt, wieder durchsetzen. 1879 begann man, aus den Restbest\u00e4nden des altdeutschen Vorstehhundes den Deutsch Kurzhaar zu z\u00fcchten. Als gro\u00dfer Pionier des deutschen Jagdgebrauchshundwesens gilt Freiherr Sigismund von Zedlitz und Neukirch (auch \u201eHegewald\u201c genannt), dessen erkl\u00e4rtes Ziel es war, Vielseitigkeit mit hochentwickelter Feldarbeit zu vereinen. Sein Einsatz galt der Erschaffung deutscher Gebrauchshunde auf Basis bodenst\u00e4ndiger Schl\u00e4ge. Er nahm auch Einfluss auf eine vielseitigere Ausrichtung der Leistungszucht, des Pr\u00fcfungswesens und der jagdlichen Einsatzm\u00f6glichkeiten. Der deutsche Jagdhund entwickelte sich damit, wie gew\u00fcnscht, in Richtung \u201eMehrzweckhund\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gegenwart<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden Weltkriege stellten eine massive Z\u00e4sur in der englischen und franz\u00f6sischen Jagdhundezucht dar, die in dieser Zeit vollst\u00e4ndig zum Erliegen kam. Aus Nahrungsknappheit wurden die meisten Hundemeuten get\u00f6tet und manche alte Hunderasse nahezu ausgerottet. Zu den schwer gesch\u00e4digten Rassen, bei denen ein Wiederaufbau der Zucht nach dem Krieg kaum m\u00f6glich war, geh\u00f6rten der Hund aus Poitou, der Normannenhund, der Briquet d\u2019Artois, der Griffon Nivernais, der alte Vend\u00e9en-Hund, der Saintongeois, der Basset bleu de Gascogne, der Pindray, der Ceris sowie der Persac-Hund. Mit Hilfe englischen Bluts wurden einige Meuten bald wieder aufgestockt, die Meutejagd verlor jedoch durch den stark reduzierten Wildbestand an Bedeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In England wurden nach Kriegsende Deutsch-Kurzhaar-Hunde importiert, die schlie\u00dflich vom Kennel-Club neben Pointern, Settern, Spaniels und Retrievern in einer vierten Kategorie (\u201eVorsteher-Apportierer\u201c) als <em>gun dogs<\/em> anerkannt wurden. Die Entwicklung der englischen Jagdhunde war damit wieder beim \u201eAllrounder\u201c angelangt. Die Jagd mit Meuten existiert in England immer noch, jedoch geht\u00a0\u2013 durch landschaftliche Ver\u00e4nderungen\u00a0\u2013 der Trend heute weg von den schnellen gro\u00dfen Hunden hin zu den kleinen, langsam jagenden Hunden aus der Zeit von Elisabeth I. (z.\u00a0B. Basset-Meuten). \u201eUnblutige\u201c Reitjagden sind auch heute noch in Frankreich und Deutschland beliebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die jagdlichen Eigenschaften der Jagdgebrauchshundrassen zu erhalten und zu f\u00f6rdern, erfolgte in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern eine Trennung in <em>\u201eworking dogs\u201c<\/em> und <em>\u201eshow dogs\u201c<\/em>. Auch in Deutschland entstammen die meisten Jagdgebrauchshunde jagdlichen Leistungszuchten. Die Abgabe von Welpen erfolgt bei vielen Zuchtvereinen (Bracken, Schwei\u00dfhunde) heute ausschlie\u00dflich in J\u00e4gerhand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Soziale Bedeutung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Jagdbegleiter der Herrscher in den Hochkulturen bei L\u00f6wen- und Antilopenjagden nahmen sie sicher bereits eine herausragende Stellung ein. Gute Jagdhunde waren deshalb auch oft Bestandteil von Tributzahlungen an den Pharao. In der keltischen Gesellschaft stand der Jagdhund nach erfolgreicher Jagd im Mittelpunkt, er wurde geschm\u00fcckt, gefeiert und mit Fleisch belohnt. In seiner Funktion als Begleiter der keltischen Jagdg\u00f6ttin Epona besa\u00df er dar\u00fcber hinaus symbolisch-mythologische Bedeutung. Fr\u00fche Hinweise auf die gesellschaftliche Wertsch\u00e4tzung des Jagdhundes finden sich den germanischen Stammesrechten, wo f\u00fcr Diebstahl oder T\u00f6tung eines solchen Tiers hohe Geldstrafen auferlegt wurden (Germanische Stammesgesetze).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Mittelalter wurde eine strenge Trennung der \u201ereinrassigen\u201c wertvollen Jagdhunde von den Hunden der Bauern und Hirten vorgenommen, um eine Durchmischung zu verhindern. Der Verlust eines guten Jagdhundes wurde ebenso hoch eingesch\u00e4tzt wie der eines menschlichen Jagdhelfers. Um die eigenen Jagdhunde zu schonen, wurden f\u00fcr die Jagd auf wehrhaftes Wild bevorzugt Nutzhunde der Hirten und Bauern verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oft lebten die Jagdhunde eng mit ihren adligen Herren zusammen. Als Zeichen der gegenseitigen Wertsch\u00e4tzung wurden sie als k\u00f6nigliche Geschenke zwischen Monarchen gehandelt. Ebenso wie ihre Besitzer galten sie als \u201eadelig\u201c: so geht die Bezeichnung <em>Bloodhound<\/em> nicht auf einen besonderen \u201eBlutdurst\u201c dieser Rasse, sondern auf ihre \u201eReinbl\u00fctigkeit\u201c zur\u00fcck. Als Statussymbol des Adels war in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern dem gemeinen Volk die Haltung eigener Jagdhunde bis ins 18. und 19. Jahrhundert verboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Heute werden die Jagdhunde als Gebrauchshunde nur noch von der J\u00e4gerschaft hoch gesch\u00e4tzt. Viele Jagdhundrassen erfreuen sich gleichzeitig jedoch gro\u00dfer Beliebtheit als Familien- und Ausstellungshunde (Dackel, Retriever, Setter).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Historische Haltung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit zunehmender Bedeutung der Jagd f\u00fcr den Adel stieg auch die Anzahl der gehaltenen Jagdhunde. Durch die fr\u00fche staatliche Organisation der Jagdhundhaltung in Deutschland ist heute viel Schrifttum bez\u00fcglich Haltung, F\u00fctterung und Pflege \u00fcberliefert. Auch in den Jagdlehrb\u00fcchern sind die historischen Jagdhunde einschlie\u00dflich ihrer Verwendung und Ausbildung beschrieben, z.\u00a0B. im <em>Gaston Phoebus<\/em> oder in Flemmings <em>Der teutsche J\u00e4ger<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im England des fr\u00fchen Mittelalters wurden die Jagdhunde separat gehalten und von ausgew\u00e4hlten Leibeigenen betreut und gef\u00fcttert. Auch in Deutschland wurden bereits bei Karl dem Gro\u00dfen die Jagdhunde nicht mehr am Hof gehalten, sondern auf Untertanen verteilt, die daf\u00fcr eine Entsch\u00e4digung erhielten. Aus diesem Brauch entwickelte sich ab dem 12. Jahrhundert die sogenannte \u201eHundelege\u201c\u00a0\u2013 die Verpflichtung zur Aufzucht, Haltung oder Verpflegung herrschaftlicher Jagdhunde. Zuerst wurden damit die Kl\u00f6ster belastet, die dem Adel Hunde und J\u00e4ger f\u00fcr die Jagd zu stellen hatten. Nach der Einf\u00fchrung der Landeshoheit wurden Jagdhunde auch in den J\u00e4gerh\u00e4usern und -h\u00f6fen gehalten. Von historischem Interesse bedeutsam ist u.\u00a0a. der \u201eR\u00fcdenhof\u201c in Wien (Ende des 12. Jahrhunderts erbaut), in dem zeitweise 300\u2013400 Meutehunde gehalten wurden. Mit der Nahrungsversorgung und Aufzucht der Tiere wurden Berufsgruppen wie Bauern, Sch\u00e4fer, Abdecker, Scharfrichter, Metzger, M\u00fcller und Meier betraut. Alternativ musste eine Abl\u00f6sesumme (\u201eLegegeld\u201c) geleistet werden, deren H\u00f6he regional differierte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Beginn der Jagdsaison erfolgte die Aufteilung der Hunde auf die J\u00e4ger und Forstbeamten, die jederzeit zur Teilnahme an den herrschaftlichen Jagden zur Verf\u00fcgung stehen mussten. Nur die Leit- und sp\u00e4ter auch die Schwei\u00dfhunde blieben stets beim J\u00e4ger, der allein f\u00fcr ihre Haltung und schwierige Ausbildung verantwortlich war. Den \u00dcberblick \u00fcber die herrschaftlichen Hunde gew\u00e4hrleisteten Listen, in denen sowohl die zur Hundelege verpflichteten Personen als auch die Jagdhunde samt \u00e4u\u00dferer Beschreibung verzeichnet waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da die Jagd das Privileg der Oberschicht darstellte, war Bauern und anderen \u201egew\u00f6hnlichen\u201c Leuten die Haltung von zur Jagd geeigneten Hunden nicht oder nur unter strengsten Auflagen gestattet. Zu diesen Reglementierungen geh\u00f6rte seit Anfang des 17. Jahrhunderts das \u201eKn\u00fctteln\u201c der Hunde in Waldn\u00e4he. Darunter wurde die Befestigung eines Holzkn\u00fcppels von mindestens einer Elle L\u00e4nge am Halsband des Hundes verstanden, um ihn in seiner Bewegungsfreiheit einzuschr\u00e4nken. Regional wurden f\u00fcr Hunde sogar gesetzlich Verst\u00fcmmelungen des Vorderlaufs (Expediation, d.\u00a0h. (Teil-)Amputation des Mittelfu\u00dfballens) oder Hinterbeins (Durchtrennen der Sehnen) gefordert, um die Tiere jagduntauglich zu machen. Ausnahmen gab es nur f\u00fcr gekennzeichnete Gebrauchshunde bestimmter Berufsgruppen (Hirten, Metzger). Regional war Bauern nur die Haltung bestimmter Spitze erlaubt, die wegen ihrer nat\u00fcrlichen Tr\u00e4gheit kaum Jagdtrieb aufwiesen. Vorstehhunde befanden sich ausschlie\u00dflich im Besitz des Adels, bis 1711 war in Deutschland selbst hohen Jagdbeamten der Besitz eines solchen Hundes verboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ausstattung der Zwingeranlagen wurde schon von Gaston Phoebus, aber auch zahlreichen Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts beschrieben. \u00dcbereinstimmend wurden gut isolierte bzw. beheizbare St\u00e4lle mit ausreichenden L\u00fcftungsm\u00f6glichkeiten gefordert. Die Liegepl\u00e4tze waren mit Stroh eingestreut und zum Teil erh\u00f6ht. Der zus\u00e4tzliche Auslauf auf Rasen oder feinem Sand sollte mit einem Schattenplatz versehen sein. Bisweilen wurde auch die Kettenhaltung f\u00fcr Hetzhunde empfohlen. Auf Reinlichkeit und Ungezieferbek\u00e4mpfung in den Stallungen wurde gro\u00dfer Wert gelegt; separate Haltung von l\u00e4ufigen, jungen und kranken Hunden sowie die Einrichtung von Quarant\u00e4nestationen war bereits bekannt. Die Versorgung der Hunde umfasste auch die regelm\u00e4\u00dfige Fellpflege inklusive Baden. Gro\u00dfe Sorgfalt widmete man der Pflege von Krallen, Pfoten und Extremit\u00e4ten, insbesondere bei jagdlicher \u00dcberbeanspruchung. Tr\u00e4chtige H\u00fcndinnen sollten geschont und nicht mehr zur Jagd eingesetzt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferhalb der Jagdzeit sollten die Hunde mindestens einmal t\u00e4glich ausgef\u00fchrt und mit den Meuten regelm\u00e4\u00dfig gr\u00f6\u00dfere Touren unternommen werden, um ihre Kondition zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Junge Hunde sollten \u201enicht verz\u00e4rtelt\u201c und bereits an Witterungseinfl\u00fcsse gew\u00f6hnt werden, vor N\u00e4sse sollte man sie jedoch immer sch\u00fctzen. Die jagdliche Abrichtung begann fr\u00fchestens mit 12 Monaten und erfolgte behutsam, um die Tiere k\u00f6rperlich nicht zu \u00fcberfordern. Die Ausbildung eines Schwei\u00dfhundes konnte vier bis f\u00fcnf Jahre in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Traditionell wurden die Hunde mit Brot und Brei auf der Basis von Mehl oder Schrot gef\u00fcttert. Dieses Brot wurde als \u201eHundsbrot\u201c bezeichnet und konnte auch in Form von \u201eBrotsuppen\u201c verabreicht werden. Fleisch wurde in Form von Schlacht- oder Tischabf\u00e4llen und Eingeweiden verf\u00fcttert. Schon in den Kapitularien Karls des Gro\u00dfen ist die Fleischf\u00fctterung erw\u00e4hnt. Sie wurde f\u00fcr die Pflege kranker Hunde und zur Versorgung tragender oder laktierender H\u00fcndinnen gesch\u00e4tzt. Auch die Knochen bestimmter Tierarten wurden als Zufutter verwendet. Zus\u00e4tzlich wurden Fleisch- und Knochenbr\u00fchen, Milch oder Molke verf\u00fcttert. Besondere Beachtung wurde der F\u00fctterung der Leithunde geschenkt, um durch \u201efehlerhaftes Futter\u201c nicht deren Nasenleistung zu beeintr\u00e4chtigen. Gef\u00fcttert werden sollte zweimal t\u00e4glich, nicht direkt vor der Jagd und auch nicht unmittelbar nach k\u00f6rperlicher Anstrengung. In der Jagdzeit sollte nur besonders gutes Futter verwendet werden. Auf eine strenge Hygiene bei F\u00fctterung und Tr\u00e4nke wurde geachtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kunst und Kultur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mythologie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mythologische Bez\u00fcge stellen den Jagdhund stets positiv dar. In der Menschen- wie in der G\u00f6tterwelt verk\u00f6rpert er den treuen Begleiter und Jagdgehilfen. Als Attribut f\u00fcr die Jagd findet man ihn oft im Zusammenhang mit alten Jagdgottheiten (Artemis, Diana, Epona).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sternbilder Orion, Gro\u00dfer Hund und Kleiner Hund werden bisweilen als J\u00e4ger, dem seine beiden Jagdhunde nachfolgen, interpretiert. Im Sternbild der Jagdhunde (<em>Canes Venatici<\/em>) f\u00fchrt der B\u00e4renh\u00fcter seine beiden Jagdhunde Asterion und Chara an der Leine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Treuegedanken symbolisiert Argos, der Hund des Odysseus. Als sein Herr inkognito nach 20-j\u00e4hriger Abwesenheit heimkehrt, erkennt ihn nur sein selbst gezogener Jagdhund wieder. Alt, schwach und vernachl\u00e4ssigt auf dem Misthaufen liegend, hat er jedoch nicht mehr die Kraft, zu ihm zu kriechen. Nach dem Wiedersehen stirbt der treue Hund in Frieden. Die 50 Jagdhunde des griechischen Helden Aktaion zerrissen ihren eigenen Herrn, der von Artemis in einen Hirsch verwandelt worden war. Mit Geheule suchten sie ihn anschlie\u00dfend \u00fcberall im Land und kamen erst zur Ruhe, als sie in der H\u00f6hle des Kentaurs Cheiron sein Abbild sahen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch in der G\u00f6tterwelt galten Jagdhunde als wertvolles Geschenk. Artemis bekam von ihrem Vater Zeus unter anderem gute Hunde f\u00fcr die Jagd; auch den griechischen Gott Pan bat sie sp\u00e4ter um seine besten Jagdhunde. Der sagenhafte goldene Kretische Hund\u00a0\u2013 sp\u00e4ter <em>Laelaps<\/em> genannt\u00a0\u2013 der Hephaistos Schmiede entstammte und seine Beute niemals verfehlte, geh\u00f6rte zu den Geschenken, die Zeus seiner Geliebten Europa machte. Sp\u00e4ter wurde er vom kretischen K\u00f6nig Minos als Gegenleistung f\u00fcr erwiesene Dienste an die jagdbegeisterte K\u00f6nigstochter Prokris weitergegeben, die ihn schlie\u00dflich ihrem Gatten Kephalos zum Geschenk machte. Von Zeus in Stein verwandelt, entr\u00fcckte ihn dieser zum Schluss als Wachhund in den Olymp.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisweilen kann der Jagdhund auch Zielstrebigkeit symbolisieren: als Totemtier des gro\u00dfen irischen Helden Cuchulainn steht er f\u00fcr das Erreichen von Zielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schrifttum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fachliteratur<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Autoren der Antike (z.\u00a0B. Grattius faliscus und Silius italicus) erw\u00e4hnen bereits zeitgen\u00f6ssische Jagdhunde. Neben Eigenschaften und Aussehen verschiedener Hundetypen werden auch jagdliche Verwendung, Qualit\u00e4ten, Auswahlkriterien f\u00fcr Jagdhunde und die Erziehung beleuchtet. (Xenophon <em>Kynegetikos<\/em>, Seneca <em>Hippolyt<\/em>, Flavius Arrian <em>Cynegeticus<\/em>). Die Formelsammlung des Markulf (7. Jahrhundert) verwendet erstmals die Bezeichnung \u201eBracken\u201c. In den germanischen Gesetzessammlungen werden die Jagdhunde in Nutzungsgruppen zusammengefasst dargestellt und ihr Wert ermittelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem Werk <em>Von Falken, Hunden und Pferden<\/em> erw\u00e4hnt Albertus Magnus unter anderem die Ausbildung und Haltung von Jagdhunden. Im Traktat <em>De arte bersandi<\/em> des Ritters Guicenna (13. Jahrhundert) sind die Pirschjagd und der Einsatz von Bracken als Schwei\u00dfhund beschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die ersten g\u00e4nzlich der Jagd gewidmeten Werke waren die Jagdb\u00fccher. Das <em>Livre du Roi Modus<\/em> (14. Jahrhundert) von Henri de Ferrieres gilt als \u00e4ltestes Jagdlehrbuch in franz\u00f6sischer Sprache. Darauf basierend berichtet Gaston Phoebus in <em>Le livre de chasse<\/em> (1387) \u00fcber die Haltung und Abrichtung der verschiedenen Jagdhundtypen sowie die g\u00e4ngigen Jagdmethoden im Kontinentaleuropa des 14. Jahrhunderts. <em>Der Wildmeister<\/em>, das englische Pendant, wurde Anfang des 15. Jahrhunderts von Edward of Norwich, 2. Duke of York, verfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im <em>Book of St. Albans<\/em> (1486) ist das f\u00fcr Adlige standesgem\u00e4\u00dfes Wissen \u00fcber Heraldik, Jagd und Fischfang zusammengefasst. Das <em>Hausvaterbuch<\/em> (1583) des Petrus de Crescentiis besch\u00e4ftigt sich ausf\u00fchrlich mit Hunden, ihrer Haltung und Versorgung. In Conrad Gesners <em>Thierbuch<\/em> (1563) sind verschiedene Einsatzgebiete von Jagdhunden beschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Johann Jacob Agricola widmet sich in <em>Der f\u00fcrsichtige Weidmann<\/em> (1678) u.\u00a0a. der Ausbildung der Jagdhunde. Johann T\u00e4ntzer verfasst zwischen 1682 und 1689 sein umfangreiches Jagdhandbuch <em>Der Dianen hohe und niedere Jagdgeheimn\u00fc\u00df, darinnen die gantze Jagt-Wissenschaft ausf\u00fchrlich zu befinden<\/em> in drei Teilb\u00e4nden; im dritten Teil beschreibt er die Jagdhunde. Johann Elias Ridinger erg\u00e4nzt seine Jagdhund-Abbildungen in <em>Entwurf einiger Thiere<\/em> (1738) mit schriftlichen Erl\u00e4uterungen. Ab dem 18. Jahrhundert nimmt die Zahl von Werken \u00fcber die Jagd mit Hunden ebenso zu wie Abhandlungen \u00fcber deren Haltung, Pflege, Ausbildung und Zucht. Als ber\u00fchmtestes Beispiel seiner Zeit liefert Hans Friedrich von Flemings <em>Der vollkommene teutsche J\u00e4ger<\/em> (1749) eine umfassende Beschreibung zeitgem\u00e4\u00dfen Waidwerks und der \u201eWildbodenhunde\u201c inklusive Zucht, Ausbildung und Verwendung. Heute existiert ein breites Spektrum an Fachb\u00fcchern zu den unterschiedlichsten jagdkynologischen Themen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Belletristik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits in mittelalterlichen Werken des 12.\/13. Jahrhunderts wie Gottfrieds von Stra\u00dfburg <em>Tristan<\/em> (Mitte 12. Jahrhundert), Wolframs von Eschenbach Versepos <em>Titurel<\/em> und dem <em>Nibelungenlied<\/em> wurden Jagdhunde erw\u00e4hnt. Die Gr\u00fcndungslegende des \u00f6sterreichischen Klosterneuburgs erz\u00e4hlt von den Jagdhunden des Markgrafen Leopolds III., die dort einen kostbaren, verloren geglaubten Schleier seiner Gattin wiedergefunden haben sollen. Jagdhunde kommen dar\u00fcber hinaus in vielen Reisebeschreibungen, Jagd- und Heimaterz\u00e4hlungen der letzten Jahrhunderte vor. Zahlreiche Gedichte und Merkverse besch\u00e4ftigen sich mit dem Jagdhund. So schrieb der Dichter Philipp Ludwig von Bunsen im 19. Jahrhundert:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Suchend streift er durch die Flur, nichts entgeht der feinen Nase, selbst die allerkleinste Spur wittert er im hohen Grase. Wie gewandt, wie klug und fein wei\u00df er alles auszusp\u00e4hen; seiner Arbeit zuzusehen, ist schon G\u00f6tterlust allein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine bekannte Erz\u00e4hlung ist <em>Krambambuli<\/em> von Marie von Ebner-Eschenbach aus dem Jahr 1883, die auch mehrfach verfilmt wurde. Auch in die Kinder- und Jugendliteratur fanden die Jagdhunde Eingang: Selma Lagerl\u00f6fs 1906\/07 erschienener <em>Nils Holgersson<\/em> berichtet von den treuen Jagdhunden <em>Kar<\/em> und <em>Caesar<\/em>. Von Alexander Schmook stammt der Roman <em>Ratz, der Hund<\/em> (<em>Ich hei\u00dfe Ratz<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Volksmund<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche Redensarten und Sprichw\u00f6rter sind rund um den Jagdhund entstanden.<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li><em>Den Hund zum Jagen tragen m\u00fcssen<\/em><\/li>\n<li><em>Vor die Hunde gehen<\/em><\/li>\n<li><em>Mit allen Hunden gehetzt sein<\/em><\/li>\n<li><em>D\u00fcrr wie ein Jagdhund<\/em><\/li>\n<li><em>Fressen wie ein junger Jagdhund<\/em><\/li>\n<li><em>So geschickt, wie eine Kuh zum Jagdhund<\/em><\/li>\n<li><em>Nicht ganz hasenrein sein<\/em><\/li>\n<li><em>Aufpassen wie ein Schie\u00dfhund<\/em><\/li>\n<li><em>Am Jagdtag wird kein Jagdhund mit Steinen beworfen<\/em><\/li>\n<li><em>Viele Hunde sind des Hasen Tod<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bildende Kunst<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf neolithischen Felszeichnungen und H\u00f6hlenmalereien in Spanien und Schweden erscheinen erstmals Hunde in Jagdszenen. Die Darstellung der \u201eJagdhunde\u201c erfolgt dabei noch stilisiert. In den alten Hochkulturen tauchen geh\u00e4uft Abbildungen von Hunden als Jagdbegleiter der herrschenden Schicht auf. Meist liegen sie in Form von Wand- und Monumentreliefs vor, z.\u00a0B. am Palast des assyrischen Herrschers Assurbanipals (668\u2013631 v. Chr.) in Ninive. Unterschiede im Aussehen der Tiere sind bereits erkennbar: eine der \u00e4ltesten \u00e4gyptischen Abbildungen, datiert auf 4000 v.\u00a0Chr., zeigt einen J\u00e4ger mit Pfeil und Bogen, der vier windhundartige Hunde an der Leine f\u00fchrt. Jagdhunde wurden auch als Motiv auf M\u00fcnzen und Siegeln sowie als Verzierung von Tonwaren und Waffen verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als steter Begleiter der J\u00e4ger in der Antike ist das Motiv des Jagdhunds in dieser Zeit in allen Lebensbereichen zu finden. Entsprechende Darstellungen existieren auf Bodenmosaiken, Wand- und Grabmalereien sowie auf Jagdsarkophagen. Umfangreiche Jagdfriese mit Hunden wurden in einem etruskischen Grab (\u201eTomba del Cacciatore\u201c) in Tarquinia gefunden. Auch auf Skulpturen und Reliefs sind h\u00e4ufig Jagdhunde abgebildet. Keramik- und Glaswaren dienen ebenso als Hintergrund wie Edelmetallgegenst\u00e4nde. In stilisierter Form taucht der Jagdhund auch als keltisches Schmuckornament auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Untrennbar mit der herrschenden Klasse verbunden, diente der Jagdhund im Mittelalter als Attribut der adeligen Lebensart. Au\u00dfer in typischen Jagdszenen wie der Beiz- und Parforce-Jagd taucht er h\u00e4ufig als allt\u00e4glicher Begleiter des Adels auf. Entsprechende Darstellungen finden sich auf Gobelins und in den reich mittelalterlichen geschm\u00fcckten Handschriften (Manessische Liederhandschrift, Monatsbilder) ebenso wie in der Heraldik. Eine Rarit\u00e4t stellt der Jagdhund auf einer Spielkarte des <em>Stuttgarter Jagdspiels<\/em> (um 1430) dar. Aus dem sp\u00e4ten Mittelalter sind durch die Jagdliteratur zahlreiche Abbildungen von Jagdhunden bei der Arbeit erhalten. Zusammen mit dem Heiligen Hubertus dargestellt, gelangt der Jagdhund auch auf Kirchenfenster und Altarbilder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Neuzeit erscheint der Jagdhund unter anderem auf Jagdgem\u00e4lden und zeitgen\u00f6ssischen Darstellungen der europ\u00e4ischen Herrscherh\u00f6fe. Auf Kupferstichen bzw. Buchillustrationen (z.\u00a0B. Johann Elias Riedinger, <em>Entwurf einiger Thiere<\/em>, 1738) treten die unterschiedlichen Jagdhundtypen jetzt deutlich hervor. Das 18. und 19. Jahrhundert bildet uns den Jagdhund dar\u00fcber hinaus in zahlreichen kynologischen Werken sowie in Jagd- und Reiseberichten ab. Jagdhundmotive tauchen nun auch vermehrt als Verzierung von Gebrauchsgegenst\u00e4nden und M\u00f6belst\u00fccken (vor allem in Jagdresidenzen) sowie als Zierrat auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 20. Jahrhundert sind Abbildungen von Jagdhunden \u00fcberall im Alltag und in jeder Stilrichtung anzutreffen. Vor allem in J\u00e4gerkreisen stellt der Jagdhund nach wie vor ein beliebtes Motiv auf jagdlichen Accessoires dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Heraldik und Sphragistik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zusammenhang mit dem historisch verankerten Jagdprivileg des Adels ist auch die Bedeutung des Jagdhundes in der Heraldik zu sehen. W\u00e4hrend der Hund traditionell als Symbol f\u00fcr Treue, Wachsamkeit und Zielstrebigkeit gilt, repr\u00e4sentiert der Jagdhund \u00fcblicherweise das Recht der hohen Jagd oder kennzeichnet das Amt des Erblandesj\u00e4germeisters. So stellt beispielsweise das Gerichtssiegel der Stadt Eisighofen aus dem Jahr 1782 einen Reiter auf der Beizjagd in Begleitung eines Jagdhundes dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bracken<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die am h\u00e4ufigsten dargestellte Hunderasse in der Wappenkunde ist die Bracke (heraldisch: <em>der<\/em> Bracke). Sie gilt auch als Symbol f\u00fcr den besiegten Unglauben. Daher weisen viele Adelsfamilien im Wappen einen Bracken als Helmzier auf. Die Bracke als Wappenfigur geht auf den alten Typ, die Keltenbracke, zur\u00fcck. Die brackentypischen Attribute\u00a0\u2013 lange, tief angesetzte Ohren sowie schmaler Sch\u00e4del mit deutlich abgezeichnetem Hinterhauptsbein\u00a0\u2013 werden dabei stets betont.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bracke wird meist wachsend, schwarz, mit herausgestreckter Zunge und breitem Halsband mit Ringschlaufe dargestellt. Abweichungen von diesem Standard sind jedoch h\u00e4ufig und spiegeln wechselnde Stilrichtungen wider. So variiert das Wappen der Stadt Brackenheim je nach Epoche: der Bracken zeigt sich mit unterschiedlichen \u201eHalsungen\u201c (Halsband, Leitring, Leitseil oder Kette), die K\u00f6rperhaltung variiert von stehend, suchend, springend bis schreitend mit erhobenem oder gesenktem Kopf. Das derzeitige Wappen existiert in dieser Form seit 1953. Die selbstbewusste K\u00f6rperhaltung des gro\u00dfen, ausdrucksstarken Tieres soll dabei die steigende Bedeutung der Stadt versinnbildlichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ber\u00fchmte hochadelige Familien, die einen \u201ewachsenden\u201c Bracken als Helmzier im Wappen f\u00fchrten, sind die Hohenzollern, die F\u00fcrsten von \u00d6ttingen, die Grafen von Nesselrode, die Grafen von F\u00fcrstenberg, die Reuss von Plauen, die von Heussenstein, von Sax und von Sch\u00f6nberg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Bracken als Kleinod im Wappen f\u00fchrten um 1600 viele \u00f6sterreichische, tiroler und k\u00e4rntner Geschlechter. Besonders f\u00fcr eine Vielzahl bayrischer, fr\u00e4nkischer, schw\u00e4bischer und rheinl\u00e4ndischer Adelsfamilien ist der Bracken als Bestandteil des Wappens \u00fcberliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Windhunde<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Windhunde wurden bevorzugt auf Wappen abgebildet. Ihre K\u00f6rperhaltung ist meist steigend, aufgerichtet oder springend, um den Hals tragen sie ein Halsband mit Ringschlaufe. In Deutschland kommt der Windhund als Wappentier in den St\u00e4dten Meckenbeuren, Ichenhausen und Burgwindheim vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Abzeichen des frisch gekr\u00f6nten K\u00f6nigs Heinrichs VII. geh\u00f6rte u.\u00a0a. ein wei\u00dfer Windhund, der als Erkennungstier der Grafen von Richmond weithin bekannt wurde. Davon abgeleitet entstand als Wappen des 13. Grafen von Oxford (John de Vere), eines Vasallen des K\u00f6nigshauses Lancaster, der sogenannte \u201eCaleygreyhound\u201c, eine politisch motivierte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: wikipedia<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles \u00fcber das Thema &#8222;Jagdhund&#8220; Als Jagdhund wird ein Hund bezeichnet, der dem Menschen \u2013 in der heutigen Zeit dem J\u00e4ger \u2013 im weitesten Sinne als Gehilfe bei der Jagd dient. Unter dem Begriff \u201eJagdhund\u201c wird eine Gruppe von Haushunderassen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,5,8,7],"tags":[],"class_list":["post-951","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-geschichtliches","category-literatur","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/951","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=951"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/951\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":971,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/951\/revisions\/971"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=951"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=951"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=951"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}