{"id":911,"date":"2015-09-23T23:04:15","date_gmt":"2015-09-23T21:04:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=911"},"modified":"2015-09-24T14:21:44","modified_gmt":"2015-09-24T12:21:44","slug":"angst-vor-hunden-was-hilft-dagegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/angst-vor-hunden-was-hilft-dagegen\/","title":{"rendered":"Kynophobie oder die Angst vor Hunden"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Kynophobie \/ Canophobie<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Unter Canophobie oder Kynophobie (lat. canis bzw. gr. \u03ba\u03cd\u03bf\u03bd k\u00fdon \u201eHund\u201c und -phobie) versteht man die Angst vor Hunden.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Die Angst vor Hunden k\u00f6nnte nach einer Theorie von der Urangst des Menschen vor wilden Tieren wie etwa dem Wolf gegen\u00fcber entstanden sein. <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">In der Regel haben jedoch Menschen mit Canophobie traumatische Erfahrungen mit Hunden gemacht. So kann ein Kind, das von einem Hund angefallen wird, sehr lange an der Angst vor Hunden leiden. Eine andere M\u00f6glichkeit zur Entstehung einer Hundephobie ist das Modelllernen, wenn der Betroffene als Kind von seinen Bezugspersonen erf\u00e4hrt, dass Hunde gef\u00e4hrlich sind, indem diese Angst vor Hunden zeigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000; font-family: Calibri;\">Es gibt jedoch auch F\u00e4lle, wo hinter der Canophobie andere traumatische Erfahrungen stecken, deren Ursache nicht in Zusammenhang mit einem Hund steht. Phobien vor allt\u00e4glichen Gegenst\u00e4nden und Lebewesen stellen nach Auffassung einiger Psychologen oftmals einen Abwehrmechanismus einer tiefer sitzenden Traumatisierung dar. Betroffene sind durch die Phobie in ihrem Lebensalltag derart eingeschr\u00e4nkt und permanent damit besch\u00e4ftigt, dass sie von der eigentlichen Traumatisierung abgelenkt werden. Somit sei eine Aufl\u00f6sung der Phobie durch die Arbeit an der Hundephobie oft nicht m\u00f6glich, da das urspr\u00fcngliche Trauma bestehen bleibt. Wenn diese Phobie sich aufl\u00f6st, k\u00f6nne sich eine andere Ablenkungssymptomatik bilden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Wikipedia<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Hundephobie oder die Angst vor der Angst<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Unterschied zwischen Angst und einer Phobie &#8211; \u00dcbersteigerte Angst ist ein Affekt (Gef\u00fchls- oder Gem\u00fctszustand) welcher nicht angeboren ist, sondern vielmehr erlebt wurde. Diese Angst kann einen realen Ursprung besitzen oder aber der Fantasie entsprungen sein. Gesunde Angst ist normal, hindert sie uns doch daran, Dummheiten zu machen oder aber eventuell t\u00f6dliche Gefahren einzugehen. Angst ist unser st\u00e4ndiger Begleiter. Ohne sie h\u00e4tten wir kaum \u00dcberlebenschancen. Zuviel Angst jedoch hemmt uns, Dinge auszuprobieren, etwas zu versuchen und sogar daran, wertvolle Erfahrungen zu sammeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-913 size-full\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie01.jpg\" alt=\"Kynophobie - Angst vor Hunden\" width=\"659\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie01.jpg 659w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie01-300x189.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 659px) 100vw, 659px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Phobie ist eine Krankheitsform der Angst, welche nicht unbedingt tiefere Ursachen haben muss. In ihrem Verlauf weitaus ausgepr\u00e4gter. Demzufolge eine Angst, die sich trotz besserer Einsicht zwanghaft aufdr\u00e4ngt und in der Konfrontation mit dem angstausl\u00f6senden Objekt (dies muss noch nicht mal in Sichtweite sein) das komplette Denken kontrolliert. Phobiebetroffene neigen aus Selbstschutz zu einem sogenannten Vermeidungsverhalten. K\u00f6rperliche Symptome wie Herzrasen, Atemnot, zittern usw. sind nicht unbedingt Begleiter einer Phobie. Tierphobien allgemein geh\u00f6ren zu den einfachen Phobien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-914\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie02.jpg\" alt=\"Cynophobie - Angst vor Hunden\" width=\"467\" height=\"503\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie02.jpg 467w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/angst_phobie02-279x300.jpg 279w\" sizes=\"auto, (max-width: 467px) 100vw, 467px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Wie entsteht eine Phobie vor Hunden und welche M\u00f6glichkeiten haben Betroffene sich ihrer zwanghaften Angst zu entledigen?<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei vielen Betroffenen wird bereits der Grundstein f\u00fcr die Angst vor dem Hund im Kindesalter gelegt. Viele Eltern neigen dazu bewusst oder unbewusst ihre eigene Angst vor Hunden auf ihre Kinder zu implizieren. In den seltensten F\u00e4llen konnten sich Betroffene w\u00e4hrend ihrer Therapie an einen negativen Vorfall mit einem Hund erinnern. Im Verlauf der Therapie stellt sich dann auch heraus, dass eine Ursache f\u00fcr die Phobie des Betroffenen die mangelnde Kenntnis \u00fcber das Wesen Hund zu Grunde liegt. Eine andere und nicht zuletzt h\u00e4ufigste Ursache der Kynophobie bezieht sich nicht direkt auf den Hund, sondern vielmehr auf die eigene Machtlosigkeit den Hund nicht kontrollieren \/ auf Abstand halten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit der Betroffene die Angst vor der Angst kontrollieren und zu beherrschen lernt, muss er zun\u00e4chst den Willen besitzen, etwas an seiner momentanen Lebenssituation ver\u00e4ndern zu wollen, damit die Einschr\u00e4nkungen in seiner Lebensqualit\u00e4t aufgehoben werden k\u00f6nnen. Nur wenige Menschen schaffen den Abbau der Angst ohne therapeutische Unterst\u00fctzung. Speziell f\u00fcr die Kynophobie \/ Hundeangst ausgebildete Therapeuten (das Kynoteam) haben es sich daher zur Aufgabe gemacht, gerade diesen Menschen auf ihren Weg aus der Angst zu unterst\u00fctzen und zu begleiten. Im Verbund mit diesen Therapeuten und ihren f\u00fcr die Therapie gegen Kynophobie \/ Hundeangst ausgebildeten Hunden erfolgt die Wahrnehmung und Aufarbeitung der schlimmsten \u00c4ngste des Betroffenen. Die Therapie gegen Hundeangst besteht aus mehreren Stufen (sogenannte Treppe der\u00a0\u00a0 Angsthierarchie). Hierbei bestimmt allein der Betroffene wie viele Stufen als Tagesziel erreicht werden. Die Therapeuten \u00fcben weder Druck noch Zwang auf den Betroffenen aus. \u00dcberredungsk\u00fcnste sind weder Sinn noch Zweck unserer Therapie. Die einzelnen Stufen der Angsthierarchie k\u00f6nnten beispielsweise wie nachfolgend gegliedert sein:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\">\n<li>Stufe dem Betroffenen wird zun\u00e4chst das Wesen Hund (K\u00f6rpersprache und Laut\u00e4u\u00dferungen) in einem Gespr\u00e4ch n\u00e4her gebracht<\/li>\n<li>Stufe dem Betroffenen wird ein Bilderkatalog mit Hunden verschiedener Rasse, Gr\u00f6sse, Aussehen, K\u00f6rpersprache erl\u00e4utert<\/li>\n<li>Stufe Sichtkontakt zu einem Hund aufnehmen. Beobachtung aus Entfernung<\/li>\n<li>Stufe Ann\u00e4herung an den Therapiehund auf 10 m<\/li>\n<li>Stufe den Hund im Verbund eines Therapeuten an der langen Leine zu f\u00fchren<\/li>\n<li>Stufe den Hund alleine an einer Leine zu f\u00fchren<\/li>\n<li>Stufe den Hund zu ber\u00fchren<\/li>\n<li>Stufe den Hund mit ins Haus \/ in die Wohnung zu bringen<\/li>\n<li>Stufe den Hund aus der Hand zu f\u00fcttern usw.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie viele Stufen diese Angsthierarchie letztendlich enth\u00e4lt, h\u00e4ngt vom Betroffenen ab und in wie weit sie dessen \u00c4ngste wiedergibt. Ziel unserer Therapie ist es, dass der Betroffene lernt seine \u00c4ngste zu beherrschen und damit umzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00c4ngste zu besiegen oder gar sie ganz zu beseitigen w\u00fcrde dazu f\u00fchren, dass der Betroffene zur\u00fcck in dessen Verleumdung f\u00e4llt, normale \u00c4ngste verdr\u00e4ngt, sich also selbst bel\u00fcgt und damit wiederum in einen Teufelskreis geraten w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: kynoteam.de (Beate Roleff)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kynophobie \/ Canophobie Unter Canophobie oder Kynophobie (lat. canis bzw. gr. \u03ba\u03cd\u03bf\u03bd k\u00fdon \u201eHund\u201c und -phobie) versteht man die Angst vor Hunden. 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