{"id":804,"date":"2015-09-07T21:55:39","date_gmt":"2015-09-07T19:55:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=804"},"modified":"2015-09-10T09:55:45","modified_gmt":"2015-09-10T07:55:45","slug":"woelfe-sind-vorsichtiger-als-hunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/woelfe-sind-vorsichtiger-als-hunde\/","title":{"rendered":"W\u00f6lfe sind vorsichtiger als Hunde"},"content":{"rendered":"<h1>W\u00f6lfe sind vorsichtiger, aber neugieriger als Hunde<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sitzt auf einmal ein Teddyb\u00e4r oder Gartenzwerg im Gehege, gehen W\u00f6lfe vorsichtiger darauf zu als Hunde, fanden \u00f6sterreichische Forscher heraus.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Daf\u00fcr erkunden sie solche neuen Objekte gr\u00fcndlicher, berichten sie in der Fachzeitschrift &#8222;Animal Behaviour&#8220;. Sowohl W\u00f6lfe wie Hunde seien dabei mutiger, wenn sie von einem Artgenossen oder ihrem ganzen Rudel begleitet werden.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_805\" aria-describedby=\"caption-attachment-805\" style=\"width: 351px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-805\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/historisch_wolf_hund.jpg\" alt=\"Hund &amp; Wolf\" width=\"351\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/historisch_wolf_hund.jpg 351w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/historisch_wolf_hund-176x300.jpg 176w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-805\" class=\"wp-caption-text\">Shepherds Dog and Wolf from Pantologia by John Mason Good from 1813<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie achtsam oder beherzt Tiere ihre Umgebung erforschen, beeinflusst ihr \u00dcberleben und ihren Fortpflanzungserfolg, berichten die Forscher des Wolf Science Center (WSC) in Ernstbrunn (Nieder\u00f6sterreich), des Messerli Forschungsinstitutes an der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien und der Universit\u00e4t Wien. Denn dabei k\u00f6nnten sie etwa auf eine neue Nahrungsquelle, einen Partner, Schutz, aber auch auf Feinde oder eine Falle sto\u00dfen. Sind sie Neuem gegen\u00fcber eher \u00e4ngstlich (neophob), bewahrt sie das vor so mancher Gefahr, daf\u00fcr entgehen ihnen M\u00f6glichkeiten, etwas Neues zu entdecken und dabei zu lernen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forscher setzten, legten und stellten ein Fahrrad, ein Buch, einen Teddyb\u00e4ren, Helme, einen Gartenzwerg oder einen Gymnastikball in ein Testgehege und beobachteten, wie W\u00f6lfe und Hunde darauf reagierten. Au\u00dferdem wollten sie wissen, ob die Tiere alleine vorsichtiger oder waghalsiger sind, als wenn sie einen Artgenossen als Partner oder sogar das ganze Rudel als Unterst\u00fctzung haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Die Hunde sind schneller zu den Objekten hingelaufen als die W\u00f6lfe&#8220;, sagte Marleen Hentrup vom WSC. Die W\u00f6lfe gingen z\u00f6gernder darauf zu und t\u00e4nzelten &#8222;nach dem Prinzip, das k\u00f6nnte ja etwas Schlimmes sein&#8220; \u00f6fter wieder ein paar Schritte zur\u00fcck, sagte sie. Doch wenn sie erst einmal bei einem Gegenstand waren, inspizierten sie ihn daf\u00fcr umso l\u00e4nger. Die Hunde zeigten generell weniger Interesse an neuen Objekten. &#8222;Es haben nur ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der Hunde tats\u00e4chlich die neuen Objekte begutachtet, aber alle W\u00f6lfe&#8220;, so Hentrup.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Unterschiede k\u00f6nnten eine Folge der Haustier-Werdung (Domestikation) der Hunde sein, meinen die Forscher. Denn sie werden in der Regel von ihren Besitzern vor den \u00e4rgsten Gefahren bewahrt und durchgef\u00fcttert. W\u00f6lfe m\u00fcssen hingegen ihre Ressourcen selbst suchen und Neuigkeiten k\u00f6nnen f\u00fcr sie gr\u00f6\u00dferen Nutzen, aber auch Unheil bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem gleichen W\u00f6lfe und Hunde einander jedoch: &#8222;Wenn sie mit einem Artgenossen oder ihrem Rudel unterwegs waren, zeigten sie sich mutiger, gingen schneller zu den Gegenst\u00e4nden hin und sahen sie sich auch l\u00e4nger an&#8220;, sagte die Biologin. Das geschieht, weil sich die Tiere in der Gruppe etwaige Risiken teilen k\u00f6nnen, vermuten die Forscher.<\/p>\n<p><em>Quelle:\u00a0APA<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00f6lfe sind vorsichtiger, aber neugieriger als Hunde Sitzt auf einmal ein Teddyb\u00e4r oder Gartenzwerg im Gehege, gehen W\u00f6lfe vorsichtiger darauf zu als Hunde, fanden \u00f6sterreichische Forscher heraus. 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