{"id":630,"date":"2015-08-03T23:59:07","date_gmt":"2015-08-03T21:59:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=630"},"modified":"2015-08-04T12:55:28","modified_gmt":"2015-08-04T10:55:28","slug":"wissenschaftliche-sensation-neue-canidenart-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wissenschaftliche-sensation-neue-canidenart-entdeckt\/","title":{"rendered":"Wissenschaftssensation &#8211; Neue Canidenart entdeckt"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">&#8222;Neue&#8220; Wolfsart entdeckt<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es klingt zun\u00e4chst unglaublich: Forscher haben eine bisher unbekannte Wolfs-Art in Afrika entdeckt. Doch dies geschah nicht etwa mit dem Fernglas in einer entlegenen Region, sondern durch genetische Analysen: Sie ergaben, dass es sich bei den angeblichen Goldschakalen Afrikas eigentlich um Goldw\u00f6lfe handelt. Sie sehen nur fast genauso aus wie die Goldschakale Eurasiens \u2013 es handelt sich aber um zwei v\u00f6llig unterschiedliche Arten, die etwa eine Million Jahre Evolution trennen.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_631\" aria-describedby=\"caption-attachment-631\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-631\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Goldschakal-300x198.jpg\" alt=\"Neue Wolfsart endeckt\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Goldschakal-300x198.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Goldschakal.jpg 567w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-631\" class=\"wp-caption-text\">Goldschakal (Canis aureus) Credit Eyal Cohen<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher hielt man sie alle f\u00fcr Goldschakale (Canis aureus): Gebiete im s\u00fcdlichen Europa, des nahen Ostens, Asiens und auch Nordafrikas galten als das Reich dieser Spezies aus der Gruppe der Hundeartigen (Caniden). Der Grund: Abgesehen von leichten regionalen Besonderheiten sehen die Tiere in allen diesen Gebieten gleich aus. Sie sind zwischen 80 und 95 Zentimeter lang, acht bis zehn Kilogramm schwer und verdanken ihren Namen einer charakteristischen T\u00f6nung: Ihr Fell besitzt goldgelbe Bereiche. Doch bereits vor der aktuellen Studie gab es Zweifel an der einheitlichen Art-Zuordnung: Sogenannte mitochondriale DNA von Exemplaren aus Afrika schien nicht zu der von Tieren aus Eurasien zu passen.<br \/>\nDie Forscher um Klaus-Peter Koepfli vom Smithsonian Conservation Biology Institute in Washington sind dieser Ungereimtheit nun detailliert nachgegangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sie sehen nur gleich aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ihre Studie verglichen sie nun gezielt das Erbgut von Tieren aus Afrika mit dem von Exemplaren aus Eurasien und zus\u00e4tzlich auch mit der DNA von W\u00f6lfen. Die Auswertungen zeigten: Bei den angeblichen Goldschakalen Afrikas handelt es sich um eine eigene Art, die sich mindestens eine Million Jahre getrennt vom Goldschakal Eurasiens entwickelt hat. Das bedeutet: Unterm Strich ist das Sortiment der bekannten afrikanischen Vertreter der Caniden &#8211; zu denen Hunde, W\u00f6lfe, F\u00fcchse und Schakale geh\u00f6ren \u2013 nun von 35 auf 36 Arten gestiegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Goldige Schrumpf-W\u00f6lfe<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forscher entdeckten bei ihren genetischen Vergleichen noch einen weiteren spannenden Aspekt: Die neue Spezies steht dem Wolf entwicklungsgeschichtlich sogar n\u00e4her als dem Goldschakal. Es handelt sich demnach um eine Art goldenen Mini-Wolf. Aus diesem Grund nannten die Forscher den \u201ealten Neuling&#8220; nun Afrikanischen Goldwolf (Canis anthus). Bei dem \u00e4hnlichen Aussehen zwischen ihm und dem Goldschakal handelt es sich ihnen zufolge nur um einen Effekt der parallelen Evolution. \u201eWie man sieht, kann man selbst bei bekannten und weit verbreiteten Arten wie dem Goldschakal versteckte biologische Vielfalt entdecken&#8220;, kommentiert Koepfli das Ergebnis der Studie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Originalarbeit der Forscher: <\/em><a href=\"http:\/\/www.cell.com\/current-biology\/abstract\/S0960-9822(15)00787-3\" target=\"_blank\"><em>Current Biology, doi: 10.1016\/j.cub.2015.06.060<\/em><br \/>\n<\/a><em>\u00a9 wissenschaft.de &#8211; Martin Vieweg<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Neue&#8220; Wolfsart entdeckt Es klingt zun\u00e4chst unglaublich: Forscher haben eine bisher unbekannte Wolfs-Art in Afrika entdeckt. 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