{"id":352,"date":"2015-07-11T21:21:38","date_gmt":"2015-07-11T19:21:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=352"},"modified":"2015-10-19T08:12:35","modified_gmt":"2015-10-19T06:12:35","slug":"hunde-klone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/hunde-klone\/","title":{"rendered":"Hunde-Klone f\u00fcr 90.000 Euro"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Hunde-Klone f\u00fcr 90.000 Euro im Netz erh\u00e4ltlich<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das s\u00fcdkoreanisches Unternehmen <a href=\"http:\/\/en.sooam.com\/dogcn\/sub01.html\" target=\"_blank\">Sooam Biotech<\/a> bietet das Klonen von Hunden f\u00fcr Kunden aus aller Welt an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verlust eines Haustiers f\u00fcr die beteiligten Menschen ein harter Schlag. Eine s\u00fcdkoreanische Firma will auf biotechnologischem Weg Linderung anbieten, zumindest f\u00fcr Hundebesitzer. Sooam Biotech bietet schon seit 2009 k\u00f6rperlich idente Klone von Hunden \u00fcbers Internet an. Das Angebot richtet sich haupts\u00e4chlich an Hundehalter, deren Lieblinge von Tod bedroht oder bereits verstorben sind, aber auch Kopien von hochklassigen Zuchttieren oder Spitzenpolizeihunden wurden schon im Labor geschaffen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_354\" aria-describedby=\"caption-attachment-354\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-354 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/klonforschung-300x230.jpg\" alt=\"(Foto: AFP)\" width=\"300\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/klonforschung-300x230.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/klonforschung.jpg 860w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-354\" class=\"wp-caption-text\">(Foto: AFP)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Prozess ist relativ einfach. Dem zu klonenden Hund m\u00fcssen einfach einige Zellen entnommen werden, \u00fcblicherweise am Bauch, die dann in die Labors von Sooam geschickt werden. Das Unternehmen gibt an, dass verwendbare Zellen bis zu f\u00fcnf Tage nach dem Tod eines Tieres entnommen werden k\u00f6nnen, vorausgesetzt die Kadaver werden in nasse T\u00fccher eingewickelt und k\u00fchl gelagert. Einfrieren wird, wegen der zu bef\u00fcrchtenden Zellsch\u00e4den, nicht empfohlen. Massenware sind die geklonten Haustiere aber nicht, haupts\u00e4chlich wegen des Preises.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bis zu zehn Auftr\u00e4ge pro Jahr<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Das Klonen eines Hundes kostet rund 100.000 US-Dollar (derzeit rund 89.000 Euro). Wir haben rund 34 Anfragen pro Jahr und neun bis zehn tats\u00e4chliche Auftr\u00e4ge&#8220;, sagt David Kim von Sooam gegen\u00fcber der futurezone. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann seinem Scho\u00dfhund schon zu Lebzeiten Zellen entnehmen lassen. F\u00fcr 3000 US-Dollar bewahrt Sooam diese dann drei Jahre lang auf. Jedes weitere Jahr kostet dann 100 Dollar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den ersten kommerziellen Auftrag haben die s\u00fcdkoreanischen Biotechniker schon 2009 f\u00fcr ein US-Ehepaar durchgef\u00fchrt, das eine Kopie ihres geliebten Lancelot Encore anfertigen lie\u00df. Die meisten Kunden kommen auch heute noch aus den USA. &#8222;Anfragen haben wir aber auch aus Australien, Europa, China, Indien oder Japan. Der Markt ist noch nicht sonderlich gro\u00df, aber die Preise werden weiter sinken&#8220;, sagt Kim.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Identische Kopie<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Klone sind laut Sooam genetisch zu 100 Prozent identisch mit den Originalen, abgesehen von der DNA in den Mitochondrien: Die Zellkraftwerke haben eigenst\u00e4ndiges Erbgut, das immer nur \u00fcber die Mutter weitergegeben wird. Da Sooam beim Klonen Spendereizellen nimmt, deren Kern entfernt und durch die DNA des zu klonenden Hundes ersetzt wird, kommt die mitochondriale DNA von der Eizellenspenderin. Das hat auf das Aussehen des Hundes aber keinen Einfluss. &#8222;Bisher haben all unsere Kunden best\u00e4tigt, dass die Klone mit den Originalen \u00fcbereinstimmen. Es kann h\u00f6chstens kleinste Abweichungen in der Fellzeichnung geben, wenn diese vielf\u00e4rbig ist&#8220;, sagt Kim.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Vorbereiten der Zellen dauert zwei bis drei Wochen, das Einsetzen in eine Spendereizelle und die folgende Verpflanzung in eine Hundeleihmutter dauert weitere zwei Wochen. &#8222;Einen Monat sp\u00e4ter wird die Schwangerschaft best\u00e4tigt und nach einem weiteren Monat kommt der Klon zur Welt, insgesamt dauert die Prozedur drei bis vier Monate, je nach Hunderasse&#8220;, erkl\u00e4rt Kim. Je nach Quarant\u00e4ne- und Einreisebestimmung des Ziellandes kann es nach einer erfolgreichen Geburt noch bis zu einem halben Jahr dauern, bis der Klon an seine neuen Herrchen und\/oder Frauchen \u00fcbergeben wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Keine Katzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Katzenbesitzer haben derzeit noch keine M\u00f6glichkeit, ihre Haustiere klonen zu lassen. Bei Sooam gibt es neben der Hundeabteilung noch Departements f\u00fcr Schweine und Rinder, die sich haupts\u00e4chlich mit Zuchtprojekten besch\u00e4ftigt. Daneben versuchen Forscher gemeinsam mit russischen Kollegen, ausgestorbene Mammuts zu klonen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hwang Woo-Suk, der Leiter von Sooam, will in Zukunft au\u00dferdem vom aussterben bedrohte Arten durch Klonen retten. Hwang gilt als \u00e4u\u00dferst umstritten, seit er 2004 in zwei wissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen behauptete, als erster menschliche Embryonen geklont zu haben. Das stellte sich danach als L\u00fcge heraus, was die Reputation des S\u00fcdkoreaners nachhaltig besch\u00e4digt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bald vielleicht auch Tiger und Pandas<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Klonen von Hunden, Schweinen und Rindern hat sich der Foscher eine neue Existenz aufgebaut. Um Vorw\u00fcrfen von vornherein das Wasser abzugraben, empfielt Sooam seinen Kunden, Gewebeproben an ein unabh\u00e4ngiges Labor zur Analyse zu schicken, um beweisen zu k\u00f6nnen, dass die gelieferten Tiere tats\u00e4chlich echte Klone sind. Hwang hat mit seiner neuen Firma bereits einige hundespezifische Klon-Patente angemeldet. Als m\u00f6gliche n\u00e4chste Ziele nennt der in Ungnade gefallene Forscher unter anderem Tiger und Pandas.<\/p>\n<p><em>Original: futurezone (Markus Ke\u00dfler )<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunde-Klone f\u00fcr 90.000 Euro im Netz erh\u00e4ltlich Das s\u00fcdkoreanisches Unternehmen Sooam Biotech bietet das Klonen von Hunden f\u00fcr Kunden aus aller Welt an. Der Verlust eines Haustiers f\u00fcr die beteiligten Menschen ein harter Schlag. Eine s\u00fcdkoreanische Firma will auf biotechnologischem<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,14,7],"tags":[],"class_list":["post-352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-skuriles","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=352"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":358,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions\/358"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}