{"id":29,"date":"2015-06-27T17:11:08","date_gmt":"2015-06-27T15:11:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=29"},"modified":"2015-06-27T17:16:39","modified_gmt":"2015-06-27T15:16:39","slug":"erbkrankheiten-und-deren-abkuerzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/erbkrankheiten-und-deren-abkuerzungen\/","title":{"rendered":"Erbkrankheiten und deren Abk\u00fcrzungen"},"content":{"rendered":"<p>Bei genetischen Erbkrankheiten und Untersuchungsergebnisen sollten immer die K\u00fcrzel mit einem<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>+\/+ oder N\/N\u00a0<\/strong> f\u00fcr frei &#8211; nicht betroffen<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>+\/-\u00a0 oder N\/A <\/strong>( Normal\/Affected)\u00a0 bei rezessivem Erbgang wie zB. MDR1, prcd-PRA und CEA tr\u00e4gt der Hund die Veranlagung in sich, der Hund ist gesund, gibt die Veranlagung aber an seine Nachkommen zu 50 % weiter. Bei einer dominant vererbeten Erkrankung ist der Hund betroffen und sollte nicht zur Zucht genutzt werden.<\/p>\n<p><strong>-\/-\u00a0<\/strong> oder A\/A\u00a0 der Hund ist betroffen, bei rezessiven Erbgang nur mit <strong>+\/+<\/strong> verpaaren, bei dominanten Erbgang nicht zur Zucht verwenden.<\/p>\n<p><strong>Genetische Erkrankungen<\/strong><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">MDR1 Defekt<\/span><br \/>\nEine Medikamenten Unvertr\u00e4glichkeit, auf vorwiegend Ivermectin, Moxidectin, Loperamid usw. kann zu Vergiftungen f\u00fchren. Auch andere Medikamente k\u00f6nnen nur eingeschr\u00e4nkt nutzbar sein, je nach Hund ist eine spezielle Diagnose zu erstellen. Die Krankheit ist autosomal rezessiv.<br \/>\nHunde mit +\/+ oder N\/N sind nicht betroffen, +\/- oder N\/A nicht betroffen, aber Tr\u00e4ger k\u00f6nnen den Gendefekt an die Nachzucht zu 50 % vererben, -\/-\u00a0 bzw A\/A Hunde sind betroffen, \u00e4u\u00dferste Vorsicht bei Medikamentengabe, es hat schon Todesf\u00e4lle gegeben.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">CEA<\/span><br \/>\nCollie Eye Anomaly, eine erbliche Augenerkrankung. Es kann ein Auge oder auch beide betroffen sein. Das Krankheitsbild kann von einer leichten Sehst\u00f6rung bis zur vollst\u00e4ndigen Blindheit verlaufen. Die Krankheit ist autosomal rezessiv und kann durch einen Gentest bestimmt werden.<br \/>\nHunde mit +\/+ oder N\/N sind nicht betroffen und k\u00f6nnen die Erkrankung nicht bekommen oder vererben, +\/- bzw. N\/A der Hund ist selber nicht betroffen, ein Gen ist jedoch betroffen und er kann als Tr\u00e4ger die Erkrankung vererben, daher nur Anpaarung mit CEA freien +\/+ oder N\/N Hunden.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">PRA<\/span><br \/>\nProgressive Retina Atropie, ebenfalls eine Augenerkrankung die vorwiegend schon im jungen Hundealter auftritt und einen Zellschwund der Netzhaut zur Folge hat. Verlauf von anf\u00e4nglicher Nachtblindheit bis zur vollst\u00e4ndigen Erblindung meist beider Augen. Auch dieser Erbgang ist autosomal rezessiv und kann \u00fcber einen Gentest ermittelt werden. Hunde mit +\/+ oder N\/N sind frei und nicht betroffen, +\/- oder N\/A sind selber nicht betroffen k\u00f6nnen es aber weitervererben und sollten nur mit freien PRA Hunden verpaart werden. -\/- bzw. A\/A Hunde sind betroffen und erkranken h\u00f6chstwahrscheinlich, sie d\u00fcrfen nicht zur Zucht eingesetzt werden.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">HSF4<\/span><br \/>\ngrauer Star erblich juveniler Katarakt. Dies ist eine dominat vererbte Erkrankung und hat zur Folge, dass eine Linsentr\u00fcbung an einem oder beiden Augen auftritt. Der Verlauf geht oft mit vollst\u00e4ndiger Tr\u00fcbung und Undurchsichtigkeit einher.\u00a0 Diese Hunde die betroffen sind sollten nicht in die Zucht gehen. +\/+ bzw. N\/N der Hund ist frei und erkrankt nicht, +\/- bzw. N\/A der Hund erkrankt mit einer Wahrscheinlichkeit\u00a0 und gibt dieses weiter zu 50 % weiter, -\/- bzw. A\/A erkranken meist zu 100% und w\u00fcrden dies auch zu 100% weitergeben.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">DM<\/span><br \/>\nDegenerative Myelopathie, man fasst\u00a0 eine Reihe langsam verlaufender neurologischer Erkrankungen zusammen, die mit einer Zerst\u00f6rung des R\u00fcckenmarks einherergehen. Tritt meist im Alter auf es gibt aber auch Junghund F\u00e4lle. Sie entwickelt sich meist\u00a0 ab dem 5. Lebensjahr. Urs\u00e4chlich ist eine Mutation des SOD1-Gens verantwortlich. Die Erkrankung ist durch eine Degeneration des Myelins im Brust- und Lendenteil des R\u00fcckenmarks gekennzeichnet. Dadurch entwickeln sich allm\u00e4hlich unkoordinierte Bewegungen der Hinterhand, eine gest\u00f6rte Eigenwahrnehmung und gest\u00f6rte Reflexe. Die Erkrankung ist nicht schmerzhaft.<br \/>\nweitere Erkrankungen:<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">HD<\/span><br \/>\nH\u00fcftgelenksdysplasie, kann vererbt oder auch durch falsche oder fr\u00fchzeitige \u00dcberbeanspruchung erfolgen. Es handelt sich um eine Fehlentwicklung der H\u00fcfte, die bei schwerer HD Verkn\u00f6cherungen aufweisen und mit Schmerzen f\u00fcr den Hund verbunden sind. Man unterscheidet hier nach folgenden Schweregraden: HD A\u00a0 (frei), HD B (Verdacht), HD C (leichte HD), HD D (mittlere HD), HD E (schwere HD)<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">ED<\/span><br \/>\nEllenbogen Dysplasie, \u00e4hnlich wie bei der HD liegt eine Fehlentwicklung vor. Diese kann durch verschiedene Ursachen hervorgrufen werden und sie haben verschieden Erscheinungsformen. IPA,OCD und FCP alle Formen zeigen bei dem Hund schmerzende Bewegungsabl\u00e4ufe und Lahmheiten.<\/p>\n<p><strong>Herzerkrankungen<\/strong><br \/>\nErkrankungen am Herzen treten oft bei \u00e4lteren Hunden auf, man kann fr\u00fchzeitig durch eine Herzuntersuchung gerade auch vor Zuchteinsatz, angeborene Fehler rechtzeitig erkennen. Generell ist es ratsam ein Sreeening machen zu lassen um auch unter Belastung des Hundes auf der sicheren Seite zu sein. So kann man fr\u00fchzeitig eventuelle Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten erkennen und mit einer gezielten Therapie schlimmeres verhindern.<br \/>\n<strong>Epilepsie<\/strong><br \/>\nIst eine chronische Erkrankung des Hirns. Sie werden durch wiederholte epileptischen Anf\u00e4lle des Hirns gekennzeichnet. Sie beruhen meist auf pl\u00f6tzlich erscheinende und kurze andauernde Funktionsst\u00f6rungen des Hirns, das ekzessiv elektrische Entladungen verursacht. Ein Anfall kann ganz pl\u00f6tzlich kommen und der Hund f\u00e4llt um und krampft, dies kann mit leichten Bewusstseinst\u00f6rungen bis hin zum vollst\u00e4ndigen Verlust des Bewusstseins erfolgen.<br \/>\nWeiterhin ist es ratsam bei Merle Hunden ein Audiometrietest der Ohren zu machen, generell bei allen das Gebiss kontrollieren zu lassen und ausgewogen zu f\u00fcttern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei genetischen Erbkrankheiten und Untersuchungsergebnisen sollten immer die K\u00fcrzel mit einem +\/+ oder N\/N\u00a0 f\u00fcr frei &#8211; nicht betroffen +\/-\u00a0 oder N\/A ( Normal\/Affected)\u00a0 bei rezessivem Erbgang wie zB. 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