{"id":1792,"date":"2025-02-24T16:53:55","date_gmt":"2025-02-24T15:53:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1792"},"modified":"2025-11-09T09:14:30","modified_gmt":"2025-11-09T08:14:30","slug":"weniger-frustration-durch-anwesenheit-eines-menschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/weniger-frustration-durch-anwesenheit-eines-menschen\/","title":{"rendered":"Weniger Frustration bei Anwesenheit des Menschen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Diese Studie untersuchte die Auswirkungen der Anwesenheit eines Menschen auf die Frustration bei Haushunden, um die Hypothese des &#8222;Social Buffering&#8220; (soziale Pufferung) zu pr\u00fcfen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Social Buffering beschreibt den Effekt, dass die Anwesenheit eines Sozialpartners Stress oder negative Emotionen reduzieren kann. Die Studie untersuchte, ob die Anwesenheit eines Menschen die Frustration bei Hunden in einer Situation, in der sie ein begehrtes Objekt (Futter) nicht erreichen konnten, verringert. Die Ergebnisse der Studie werden in der Publikation &#8222;Effects of the presence of a human on frustration in domestic dogs: Is there a social buffering phenomenon?&#8220; in Applied Animal Behaviour Science (2025) detailliert beschrieben. Es wird untersucht, ob und in welcher Weise die Anwesenheit des Menschen als potenzieller sozialer Puffer die Frustrationsreaktionen der Hunde beeinflusst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hunde und Menschen bilden enge Bindungen, und die Interaktion zwischen ihnen bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Unter anderem wurde in verschiedenen Situationen beobachtet, dass Menschen das Stressverhalten von Hunden reduzieren k\u00f6nnen, wodurch ein sozialer Puffereffekt entsteht. Frustration, die durch das Weglassen einer erwarteten Belohnung hervorgerufen wird, hat \u00e4hnliche Eigenschaften wie Stress. Ziel dieser Studie war es, zu bewerten, ob die Anwesenheit des Besitzers oder eines Fremden die Frustrationsreaktion w\u00e4hrend der Ausl\u00f6schung eines zuvor verst\u00e4rkten Verhaltens abschw\u00e4chte, indem beide Gruppen mit einer dritten Gruppe verglichen wurden, in der der Hund allein blieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu diesem Zweck wurde eine Aufgabe verwendet, bei der Hunde dem Experimentator ins Gesicht blicken mussten, um Futter zu erhalten, das sichtbar, aber au\u00dferhalb ihrer Reichweite war. Die Ergebnisse zeigen, dass Hunde mehr Frustrationsreaktionen zeigten, wenn sie kein Futter erhielten, als in den verst\u00e4rkten Phasen. Dar\u00fcber hinaus reduzierte die Anwesenheit des Besitzers diese Frustrationsreaktionen w\u00e4hrend der nicht verst\u00e4rkten Phasen. In dieser Gruppe wurde auch eine gr\u00f6\u00dfere Beharrlichkeit beim Blick auf den Experimentator beobachtet, was eine geringere Frustrationsreaktion zeigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Daten legen nahe, dass die Anwesenheit des Besitzers eine mildernde Wirkung auf die Frustration als Reaktion auf das Weglassen der Verst\u00e4rkung hatte. Dar\u00fcber hinaus blickten die Hunde in Gegenwart des Besitzers den Versuchsleiter auch w\u00e4hrend der Verst\u00e4rkungsphasen h\u00e4ufiger an als in Gegenwart eines Fremden, was auf eine leistungsf\u00f6rdernde Wirkung des Besitzers w\u00e4hrend der Aufgabe hindeuten k\u00f6nnte. Diese Ergebnisse sind relevant, wenn man bedenkt, dass das Auslassen einer erwarteten Belohnung sowohl im Hundetraining als auch im t\u00e4glichen Leben h\u00e4ufig vorkommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hier geht es zur Originalstudie (Februar 2025) von Marina Victoria Dzik, Magdalena Jousset, Juan Vietti und Mariana Bentosela <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/abs\/pii\/S0168159125000012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Effects of the presence of a human on frustration in domestic dog&#8220;<\/a><\/em><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Studie untersuchte die Auswirkungen der Anwesenheit eines Menschen auf die Frustration bei Haushunden, um die Hypothese des &#8222;Social Buffering&#8220; (soziale Pufferung) zu pr\u00fcfen. 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