{"id":1768,"date":"2025-09-09T10:24:00","date_gmt":"2025-09-09T08:24:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1768"},"modified":"2025-11-09T10:25:46","modified_gmt":"2025-11-09T09:25:46","slug":"jagdhundeausbildung-und-grausame-baujagd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/jagdhundeausbildung-und-grausame-baujagd\/","title":{"rendered":"Jagdhundeausbildung und grausame Baujagd"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Diskussionsw\u00fcrdige Jagdhundeausbildung und grausame Baujagd im Fokus<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>W\u00e4hrend Hunde weltweit als treue Begleiter und Familienmitglieder gefeiert werden, f\u00fchrt der Einsatz von Jagdhunden in einigen Jagdpraktiken zu schwerem Tierleid &#8211; sowohl f\u00fcr die Wildtiere, die gejagt werden, als auch f\u00fcr die Hunde selbst. Das ist mit dem im Verfassungsrang stehenden Staatsziel Tierschutz nicht vereinbar. Das Volksbegehren \u201eF\u00fcr ein Bundes-Jagdgesetz\u201c fordert eine bundesweite Beendigung der Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Tieren und ein Verbot der grausamen Baujagd.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders die Baujagd, die nach wie vor legal praktiziert wird, ist an Brutalit\u00e4t kaum zu \u00fcbertreffen: Hunde, wie Dackel oder Terrier werden gezielt darauf trainiert, F\u00fcchse oder Dachse in ihren Verstecken aufzusp\u00fcren, um sie aus ihren Bauen zu treiben. Am Baueingang warten J\u00e4ger:innen darauf, das verfolgte Tier zu erschie\u00dfen. Zum Training dieser Hunde werden Schliefenanlagen benutzt. Dabei handelt es sich um ein k\u00fcnstlich angelegtes Tunnelsystem mit Betonrohren, in welches ein gefangener Fuchs eingesperrt wird, der von den Hunden aufgesp\u00fcrt werden muss. Hund und Fuchs sind bei Begegnung durch ein Gitter getrennt, damit der Fuchs f\u00fcr viele solcher Trainingseinheiten eingesetzt werden kann. Dass hier Tierleid entsteht, ist offensichtlich &#8211; schlie\u00dflich ist das Aufeinander hetzten von Tieren auch im Tierschutzgesetz streng verboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Erbitterte K\u00e4mpfe und gro\u00dfes Tierleid<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die Wildtiere bedeutet die Baujagd immer einen langsamen, qualvollen Tod. Sie werden in ihrem vermeintlich sicheren zu Hause \u00fcberfallen und von den Jagdhunden angegriffen. Dabei kommt es h\u00e4ufig zu sehr schweren Verletzungen, sowohl bei den Wildtieren als auch bei den Hunden, die durch die beengten R\u00e4ume und die brutalen K\u00e4mpfe in gro\u00dfe Gefahr gebracht werden. Verletzungen durch Bisse, Krallen oder das Einst\u00fcrzen von Bauen geh\u00f6ren zur Normalit\u00e4t. F\u00fcchse tendieren dazu aus dem Bau zu fl\u00fcchten, es sei denn, sie verteidigen ihre Kinder, dann kommt es auch zu K\u00e4mpfen mit dem Jagdhund. Am Baueingang wartet in jedem Fall ein:e J\u00e4ger:in der\/ die den fl\u00fcchtenden Fuchs erschie\u00dft. Dachse reagieren oft etwas anders: sie beginnen zu graben, wodurch nicht selten der Jagdhund im Bau eingegraben wird und mit gr\u00f6\u00dfter M\u00fche durch J\u00e4ger:innen befreit werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kritik an der Jagdhundeausbildung<\/strong><br \/>\nObwohl die Jagdhundeausbildung im Tierschutzgesetz geregelt ist, sind mitunter brutale Trainingsmethoden gang und g\u00e4be. Neben der Schliefenanlagen gibt es noch eine Reihe anderer \u00fcberkommener Trainingsmethoden, bei welchen Hunde lernen, andere Tiere zu hetzen und zu t\u00f6ten. Diese Vorgangsweise widerspricht den ethischen Werten, die viele Menschen im Umgang mit Hunden hochhalten. Auch w\u00e4hrend der Jagd gehen bestimmte J\u00e4ger:innen mit ihren Hunden nicht zimperlich um, wie ein Video des VGTs Anfang des Jahres 2024 bei einer Treibjagd zeigt: der Mann schl\u00e4gt mehrmals auf einen Hund ein, der versucht den J\u00e4ger zu beschwichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prof. Dr. Rudolf Winkelmayer, Initiator des Volksbegehrens \u201eF\u00fcr ein Bundes-Jagdgesetz\u201c findet klare Worte zu dieser Form der Jagd: \u201eDie Baujagd ist unn\u00f6tig, barbarisch und grausam und mit dem Tierschutzverst\u00e4ndnis des 21. Jahrhunderts in keinster Weise vereinbar.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Volksbegehren \u201eF\u00fcr ein Bundes-Jagdgesetz\u201c hat 14 Grunds\u00e4tze formuliert, die in einem Bundes-Jagdgesetz verwirklicht werden sollen (https:\/\/bundesjagdgesetz.at\/details.php). Die Initiative aus AG Wildtiere, \u00d6kologischem Jagdverband, Tierschutz Austria und Verein gegen Tierfabriken wirbt derzeit um Unterst\u00fctzungserkl\u00e4rungen f\u00fcr das Volksbegehren, die alle in \u00d6sterreich wahlberechtigten Personen auf jedem beliebigen Bezirks- oder Gemeindeamt sowie rund um die Uhr online mittels Handysignatur leisten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>R\u00fcckfragen &amp; Kontakt:<\/strong><br \/>\nVolksbegehren &#8222;F\u00fcr ein Bundes-Jagdgesetz&#8220;<br \/>\nProf. Dr. Rudolf Winkelmayer<br \/>\nTelefon: 0664 3335025<br \/>\nE-Mail: kontakt@bundesjagdgesetz.at<br \/>\nWebsite: https:\/\/bundesjagdgesetz.at<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS &#8211; WWW.OTS.AT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diskussionsw\u00fcrdige Jagdhundeausbildung und grausame Baujagd im Fokus W\u00e4hrend Hunde weltweit als treue Begleiter und Familienmitglieder gefeiert werden, f\u00fchrt der Einsatz von Jagdhunden in einigen Jagdpraktiken zu schwerem Tierleid &#8211; sowohl f\u00fcr die Wildtiere, die gejagt werden, als auch f\u00fcr die<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6,5,4,25,7],"tags":[],"class_list":["post-1768","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-alltaegliches","category-geschichtliches","category-gesundheit","category-rechtliches","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1768","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1768"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1768\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1816,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1768\/revisions\/1816"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1768"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1768"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1768"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}