{"id":1295,"date":"2016-05-09T22:21:34","date_gmt":"2016-05-09T20:21:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1295"},"modified":"2016-08-10T08:42:29","modified_gmt":"2016-08-10T06:42:29","slug":"gefaehrlichkeit-von-hunderassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/gefaehrlichkeit-von-hunderassen\/","title":{"rendered":"Gef\u00e4hrlichkeit von Hunderassen?"},"content":{"rendered":"<h1>Kampfhunde &#8211; gibt es sie?<\/h1>\n<h4>ZUR FRAGE DER BESONDEREN GEF\u00c4HRLICHKEIT VON HUNDEN AUF GRUND DER ZUGEH\u00d6RIGKEIT ZU BESTIMMTEN RASSEN<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><em>von A.Univ.Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur, Institut f\u00fcr Tierzucht und Genetik der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien 2004<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>LITERATUR\u00dcBERSICHT<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><strong>PH\u00c4NOTYPISCHE MERKMALSBILDUNG<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-552\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only-300x300.jpg\" alt=\"One and only\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only-270x270.jpg 270w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only-230x230.jpg 230w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/one_and_only.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Die individuelle ph\u00e4notypische Merkmalsbildung erfolgt auf der Basis von Wech-selwirkungen zwischen Genotyp und Umwelt. Die Heritabilit\u00e4t ist ein Ma\u00df f\u00fcr den Anteil, den der Genotyp an der ph\u00e4notypischen Merkmalsauspr\u00e4gung ausmacht. Merkmale mit niedriger Heritabilit\u00e4t werden durch Umwelteinfl\u00fcsse stark modifiziert und lassen sich z\u00fcchterisch nur in geringem Ausma\u00df bearbeiten, Merkmale mit hoher Heritabilit\u00e4t sind durch Umwelteinfl\u00fcsse nur geringf\u00fcgig zu ver\u00e4ndern und lassen sich im allgemeinen z\u00fcchterisch gut bearbeiten (SCHLEGER und STUR, 1986). Die z\u00fcchterische Problematik von niedrig heritablen Merkmalen liegt unter anderem darin, da\u00df einerseits die Beurteilung des Genotyps beim Einzeltier und andererseits die Erfassung der genetischen Varianz in einer Zuchtpopulation, die die Voraussetzung f\u00fcr die Selektion ist, nur unter streng standardisierten Umweltbedingungen m\u00f6glich ist. Da bei Hunden die \u00fcbliche Haltungsform die indviduelle Einzelhaltung darstellt, kann man ganz allgemein nicht davon ausgehen, da\u00df die f\u00fcr die genetische Beurteilung eines Einzeltieres bzw. f\u00fcr die Erfassung der genetischen Varianz als Voraussetzung f\u00fcr effektive Selektionsma\u00dfnahmen bei niedrig heritablen Merkmalen notwendige Standardisierbarkeit der Umwelt gegeben ist.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><b><span style=\"font-size: medium;\">RASSEBEGRIFF <\/span><\/b><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Eine Rasse ist eine Gruppe von Individuen innerhalb einer Art, die sich in bestimmten Merkmalen von anderen Individuengruppen unterscheiden und diese Merkmalsvariationen vererben (WIESNER und RIBBECK, 1978)). Die h\u00e4ufigsten Erscheinungsbilder innerhalb der Rasse stellen die Norm, den Rassestandard, dar (COMBERG, 1971). Zwischen den Rassen herrscht im allgemeinen eine diskontinuierliche Variation in Bezug auf die rassebestimmenden Merkmale &#8211; das hei\u00dft, da\u00df Tiere mit extremen Merkmalswerten einer Rasse immer noch au\u00dferhalb der Normvariation einer anderen Rasse liegen. 2<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Innerhalb jeder Rasse liegt f\u00fcr alle Merkmale eine genetische bzw. ph\u00e4notypische Varianz vor, deren Ausma\u00df f\u00fcr jedes Merkmal unterschiedlich ist und die von der Populationsgr\u00f6\u00dfe, vom Inzuchtniveau der Population und vom Selektionsdruck, dem jedes Merkmal ausgesetzt ist, abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>DOMESTIKATION UND RASSENBILDUNG<\/strong><\/p>\n<p>Infolge der Domestikation kommt es zu einer \u00c4nderung des Selektionsdrucks von der nat\u00fcrlichen Selektion, der die Wildpopulation ausgesetzt ist, zur k\u00fcnstlichen Selektion durch den Menschen. Entsprechend den unterschiedlichen Interessen, die der Mensch an den Haustieren hat, kommt es zum Entstehen verschiedener Rassen.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><strong>RASSEENTSTEHUNG BEIM HUND<\/strong><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Abgesehen von geographisch bedingten Unterschieden in Bezug auf Fellfarbe und Fell\u00e4nge, Knochenbau oder Ohrenform, die allenfalls auch bereits bewu\u00dft z\u00fcchterisch bevor-zugt wurden, entstanden die ersten Hunderassen als Folge der Selektion auf bestimmte Ver-wendungsm\u00f6glichkeiten (ZIMEN, 1992). In erster Linie nutzte der Mensch wohl den Kampf- und Schutztrieb des Hundes. Daraus entstanden die ersten H\u00fctehunde, die die Herden gegen den Angriff von W\u00f6lfen oder Kojoten besch\u00fctzten (FINGER, 1988), die ersten Jagdhunde, die u.a. f\u00fcr die Jagd auf wehrhaftes Wild eingesetzt wurden, die ersten Hofhunde zur Bewachung der menschlichen Siedlungen und sp\u00e4ter die Kriegshunde, die als lebende Waffen mit in den Krieg zogen (ZIMEN, 1992). Rassestandards im heutigen Sinn gab es in den Anf\u00e4ngen der Hundezucht sicher keine, die Selektion erfolgte auf halbnat\u00fcrlicher Basis, zur Fortpflanzung kamen die Hunde, die f\u00fcr den jeweiligen Verwendungszweck am besten geeignet waren. Da f\u00fcr alle genannten Nutzungen gro\u00dfe, kr\u00e4ftige und mutige Hunde die besten Voraussetzungen boten, werden sich wohl die ersten rasse\u00e4hnlichen Fortpflanzungsgemeinschaften des Hundes weder in Bezug auf ihr Exterieur noch in Bezug auf ihren Charakter wesentlich voneinander unterschieden haben.<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Im Laufe der Jahrhunderte hat sich an den Hauptverwendungsm\u00f6glichkeiten des Hundes nichts wesentliches ge\u00e4ndert, spezialisiertere Zuchtrichtungen ergaben sich einerseits im Bereich der Jagdhundezucht sowie allenfalls aus speziellen Freizeitvergn\u00fcgungen, die sich in England gegen Ende des 16. Jhdt. etablierten. Windhunderennen und K\u00e4mpfe von Hunden gegen Bullen f\u00fchrten zur Zucht f\u00fcr diese &#8222;Sportarten&#8220; besonders geeigneter Hunde, wobei f\u00fcr die Verwendung als Kampfhund Eigenschaften genutzt wurden, die auch f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Verwendungszweck der eingesetzten Hunde als Jagd- Wach- und Schutzhunde wichtig waren. Urspr\u00fcnglich dem Adel vorbehalten wurden vor allem die Bullenk\u00e4mpfe bald zum Volksvergn\u00fcgen. Sp\u00e4ter k\u00e4mpften Hunde aus praktischen 3<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">Erw\u00e4gungen (Bullenbeschaffung war zu teuer) gegeneinander bzw. nachdem 1835 die Hundek\u00e4mpfe vom Parlament verboten wurden auch gegen Ratten (SEMENCIC, 1984).<\/p>\n<p>Rassehundezucht im modernen Sinn gibt es etwa seit Mitte des 19. Jhdt. 1859 fand in England die erste Hundeausstellung statt. Mit Gr\u00fcndung des British Kennel Clubs 1873 wurden die Rahmenbedingungen f\u00fcr Rassezugeh\u00f6rigkeit, Zucht und Ausstellungsgeschehen festgelegt (ZIMEN, 1992).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>&#8230;hier gelangt man zur\u00a0kompletten Arbeit<\/em> <a href=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Studie_zur_Rassegefaehrlichkeit.pdf\">Studie zur Rassegef\u00e4hrlichkeit<\/a><\/p>\n<p><em>Quelle: www.vetmeduni.ac.at<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kampfhunde &#8211; gibt es sie? ZUR FRAGE DER BESONDEREN GEF\u00c4HRLICHKEIT VON HUNDEN AUF GRUND DER ZUGEH\u00d6RIGKEIT ZU BESTIMMTEN RASSEN von A.Univ.Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur, Institut f\u00fcr Tierzucht und Genetik der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien 2004 LITERATUR\u00dcBERSICHT PH\u00c4NOTYPISCHE MERKMALSBILDUNG Die individuelle ph\u00e4notypische<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6,23,5,4,9,8,13,24,12,21,7],"tags":[],"class_list":["post-1295","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-alltaegliches","category-fachbuch","category-geschichtliches","category-gesundheit","category-hunderassen","category-literatur","category-philosophisches","category-seminare_weiterbildung","category-veranstaltungen","category-welpen","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1295"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1301,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1295\/revisions\/1301"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1295"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1295"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1295"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}