{"id":1211,"date":"2016-06-01T05:37:03","date_gmt":"2016-06-01T03:37:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1211"},"modified":"2016-06-01T12:41:46","modified_gmt":"2016-06-01T10:41:46","slug":"wissenschaftliche-sensation-urzeit-hund-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wissenschaftliche-sensation-urzeit-hund-entdeckt\/","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Sensation &#8211; Urzeit-Hund entdeckt"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Neuer Urzeit-Hund entdeckt<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zw\u00f6lf Millionen Jahre altes Fossil ist neues Mitglied der &#8222;Knochenbrecher-Hunde&#8220;. Pal\u00e4ontologen haben in Nordamerika zw\u00f6lf Millionen Jahre alte Fossilien einer bisher unbekannten Hundeart entdeckt. Sie geh\u00f6rte wohl zu den letzten \u00fcberlebenden Spezies der urzeitlichen Hundegruppe der Borophaginae, die f\u00fcr ihre massiven Kiefer ber\u00fcchtigt sind. Trotz ihrer starken Z\u00e4hne ern\u00e4hrte sich die neue Art jedoch nicht ausschlie\u00dflich von Fleisch: Ihre Ern\u00e4hrung \u00e4hnelte eher der eines B\u00e4ren.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1212\" aria-describedby=\"caption-attachment-1212\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Urhund.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1212\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Urhund-300x145.jpg\" alt=\"Die neue Art geh\u00f6rte zur urzeitlichen Hundegattung Cynarctus\" width=\"300\" height=\"145\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Urhund-300x145.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Urhund.jpg 615w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1212\" class=\"wp-caption-text\">Die neue Art geh\u00f6rte zur urzeitlichen Hundegattung Cynarctus<br \/>\u00a9 Mauricio Ant\u00f3n<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie hatten starke Kiefer, gro\u00dfe Z\u00e4hne und \u00e4hnelten den heute lebenden Hy\u00e4nen: Die urzeitlichen Hunde der Unterfamilie Borophaginae streiften zu einer Zeit entlang der K\u00fcsten Nordamerikas, als noch so ber\u00fcchtigte R\u00e4uber wie der Riesenhai Megalodon die Ozeane durchfl\u00fcgten. Ihr massives Gebiss hat den Urzeit-Hunden im englischsprachigen Raum den Beinamen &#8222;bone-crushing dogs&#8220; verliehen \u2013 Knochenbrecher-Hunde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Pal\u00e4ontologen kennen rund 66 verschiedene Spezies dieser Caniden \u2013 und auf den ersten Blick schien auch ein am Strand entlang der Calvert Cliffs in Maryland gefundenes Fossil zu einer dieser Arten zu geh\u00f6ren. Denn von dem Hund war nur ein Zahn erhalten, der den Kauwerkzeugen der Spezies Cynarctus marylandica zum Verwechseln \u00e4hnlich sah.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nahrungsvorlieben wie ein B\u00e4r<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einer eingehenderen Untersuchung stellten Wissenschaftler um Steven Jasinski vom State Museum of Pennsylvania dann aber doch Unterschiede fest: &#8222;Wir entdeckten, dass die Kaufl\u00e4chen ganz anders aussahen&#8220;, berichten die Forscher. &#8222;Wir glauben deshalb, dass es sich um eine neue Spezies handelt, die mit den bekannten Borophaginae verwandt ist.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neue Spezies Cynarctus wangi war etwa so gro\u00df wie ein Koyote und ern\u00e4hrte sich ihrem Gebiss zufolge eher Hunde-untypisch: &#8222;Wahrscheinlich bestand die Nahrung des Caniden nur zu einem Drittel aus Fleisch und er erg\u00e4nzte dies zum Beispiel durch Insekten oder Pflanzen&#8220;, sagt das Team. &#8222;Seine Ern\u00e4hrung glich damit mehr einem kleinen B\u00e4ren als einem Hund.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Einer der letzten Borophaginae?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gelebt hat C. wangi laut Jasinski und seinen Kollegen vor rund zw\u00f6lf Millionen Jahren \u2013 damit k\u00f6nnte er zu den letzten Borophaginae geh\u00f6rt haben, die Nordamerika bev\u00f6lkerten: &#8222;Die Unterfamilie war vor allem vor 30 Millionen bis vor etwa zehn Millionen Jahren weit verbreitet und artenreich&#8220;, sagt das Team. Die Bl\u00fctezeit der Hunde endete dann jedoch \u2013 es gab immer weniger Arten, bis die letzten vor etwa zwei Millionen Jahren ausstarben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Zu diesen letzten Arten hat vermutlich auch C. wangi geh\u00f6rt&#8220;, glauben die Wissenschaftler. &#8222;Wahrscheinlich wurde er schlie\u00dflich von den Vorfahren der heute lebenden W\u00f6lfe, Koyoten und F\u00fcchse verdr\u00e4ngt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Scinexx.de<\/em><br \/>\n<em><a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1017\/jpa.2016.17\" target=\"_blank\">Journal of Paleontology, 2016; doi: 10.1017\/jpa.2016.17<\/a><\/em><br \/>\n<em>University of Pennsilvania, 12.05.2016 &#8211; DAL)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neuer Urzeit-Hund entdeckt Zw\u00f6lf Millionen Jahre altes Fossil ist neues Mitglied der &#8222;Knochenbrecher-Hunde&#8220;. Pal\u00e4ontologen haben in Nordamerika zw\u00f6lf Millionen Jahre alte Fossilien einer bisher unbekannten Hundeart entdeckt. Sie geh\u00f6rte wohl zu den letzten \u00fcberlebenden Spezies der urzeitlichen Hundegruppe der Borophaginae,<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6,23,5,9,14,7],"tags":[],"class_list":["post-1211","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-alltaegliches","category-fachbuch","category-geschichtliches","category-hunderassen","category-skuriles","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1211"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1216,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1211\/revisions\/1216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1211"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1211"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1211"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}