{"id":1183,"date":"2016-04-10T20:29:33","date_gmt":"2016-04-10T18:29:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1183"},"modified":"2016-04-19T06:33:43","modified_gmt":"2016-04-19T04:33:43","slug":"wer-den-dingo-wirklich-nach-australien-brachte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wer-den-dingo-wirklich-nach-australien-brachte\/","title":{"rendered":"Wer den Dingo wirklich nach Australien brachte"},"content":{"rendered":"<p><em>DNA-Analysen und arch\u00e4ologische Befunde deuten auf ein J\u00e4ger- und Sammlervolk von Sulawesi hin<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_1184\" aria-describedby=\"caption-attachment-1184\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1184\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/dingo-300x241.jpg\" alt=\"foto: university of new england   Die Felsmalerein am Split Rock in Queensland zeigen Dingos und Menschen. Wer dieses Volk war, das erstmals den Hund auf den australischen Kontinent eingef\u00fchrt hat, wollen Forscher nun gekl\u00e4rt haben\" width=\"300\" height=\"241\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/dingo-300x241.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/dingo-768x617.jpg 768w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/dingo.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1184\" class=\"wp-caption-text\">foto: university of new england<br \/>Die Felsmalerein am Split Rock in Queensland zeigen Dingos und Menschen. Wer dieses Volk war, das erstmals den Hund auf den australischen Kontinent eingef\u00fchrt hat, wollen Forscher nun gekl\u00e4rt haben<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Armidale \u2013 Seit \u00fcber 30.000 Jahren wird der Mensch auf seinen Wegen rund um den Globus vom Hund begleitet. Die wohl einzige Ausnahme bildet Australien, wo der heute verwilderte Dingo erst vor 4.000 Jahren auftauchte. Wer ihn damals mitgebracht hat, war lange Zeit ein R\u00e4tsel, das nun australische Forscher um Melanie Fillios gel\u00f6st haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Antwort auf diese Frage hat nicht alleine mit dem Wildhund und seinem Ursprung zu tun. Man wei\u00df im Vergleich zu anderen Regionen der Erde bis jetzt erstaunlich wenig dar\u00fcber, was w\u00e4hrend dieser Epoche in der Umgebung von Australien vor sich ging. Das Verst\u00e4ndnis \u00fcber die Urspr\u00fcnge des Dingo wirft also auch ein Licht auf die Geschichte des Menschen in S\u00fcdostasien und Ozeanien und k\u00f6nnte eine bedeutende Wissensl\u00fccke schlie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr begaben sich die Wissenschafter von der University of New England in Armidale auf eine detaillierte Spurensuche, die genetische Analysen mit arch\u00e4ologischen Untersuchungen verband. Am Beginn ihrer im &#8222;Journal of Archaeological Science&#8220; erschienen Studie standen mehrere Kandidaten zur Auswahl, die den Hund nach Australien mitgebracht haben k\u00f6nnten: Als wahrscheinlichste Gruppe wurden bisher meist Seefahrer aus Indien genannt, aber auch das Lapita-Volk aus Ostasien, die Toalea vom s\u00fcdlichen Ende der indonesischen Insel Sulawesi und H\u00e4ndler aus Timor und Taiwan kamen in Frage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Doch nicht aus Indien <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DNA-Vergleiche zwischen heutigen Dingos, W\u00f6lfen und Hunden ergaben, dass die Dingovorfahren wahrscheinlich aus China stammten, von wo aus sie sich weiter nach S\u00fcdostasien ausbreiteten. Damit d\u00fcrften die indischen Seereisenden auszuschlie\u00dfen sein. Nach weiteren genetischen Untersuchungen wurden auch die Lapita von der Liste gestrichen. Untermauert wurde dies von der Tatsache, dass bisher weder entsprechende Tonwaren noch \u00dcberreste von H\u00fchnern und Schweinen \u2013 ohne diese Haustiere reisten die Lapita nirgendwohin \u2013 in Australien aus der Zeit um 2000 vor unserer Zeitrechnung entdeckt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit blieb f\u00fcr Fillios und ihre Kollegen nur mehr das Toalea-Volk \u00fcbrig. Die J\u00e4ger und Sammler von Sulawesi k\u00f6nnten die Dingo-Vorfahren von Borneo \u00fcbernommen haben und sie schlie\u00dflich vor 4.000 Jahren in Australien eingef\u00fchrt haben. Markante Parallelen zwischen Felsmalereien auf Sulawesi und Borneo scheinen diese These zu st\u00fctzen. Au\u00dferdem best\u00e4tigen 1.500 bis 8.000 Jahre alte Funde aus dem S\u00fcden der indonesischen Insel, dass die dortigen Einwohner schon sehr bald zu langen Fahrten \u00fcber das Meer in der Lage waren. Nun sollen weitere DNA-Untersuchungen von Hunden aus Sulawesi, Borneo und Nordaustralien die vorliegenden Ergebnisse erh\u00e4rten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: standard.at (tberg, 11.4.2016)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DNA-Analysen und arch\u00e4ologische Befunde deuten auf ein J\u00e4ger- und Sammlervolk von Sulawesi hin &nbsp; Armidale \u2013 Seit \u00fcber 30.000 Jahren wird der Mensch auf seinen Wegen rund um den Globus vom Hund begleitet. 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