{"id":1149,"date":"2016-03-21T22:27:27","date_gmt":"2016-03-21T21:27:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1149"},"modified":"2016-03-24T08:01:32","modified_gmt":"2016-03-24T07:01:32","slug":"mensch-und-hund-verbunden-bis-in-den-tod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/mensch-und-hund-verbunden-bis-in-den-tod\/","title":{"rendered":"Mensch und Hund \u2013 verbunden bis in den Tod"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: justify;\">Mensch und Hund \u2013 verbunden bis in den Tod<\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schon in der Steinzeit achteten Menschen ihre Hunde \u2013 und bestatteten sie sogar mit Grabbeigaben, wie 8000 Jahre alte Funde aus Sibirien zeigen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Edmonton \u2013 Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden ist einzigartig \u2013 und uralt. \u00dcber ihren genauen Anfang wird nach wie vor gestritten: Einige genetische Studien der vergangenen Jahre deuten auf eine Domestizierung vor bereits 40.000 Jahren hin, andere kommen zu einem deutlich sp\u00e4teren Zeitpunkt. Doch wie lange es auch her sein mag, dass Zwei- und Vierbeiner Freunde wurden, ihr Verh\u00e4ltnis nahm im Lauf der Zeit immer bemerkenswertere Z\u00fcge an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schmuck und Grabbeigaben<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1150\" aria-describedby=\"caption-attachment-1150\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1150\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Hundeskelett-300x187.jpg\" alt=\"\u00dcberreste eines Hundes, der vor mehreren Tausend Jahren am Baikalsee lebte. Das Tier wurde auf einem Friedhof beigesetzt. foto: university of alberta\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Hundeskelett-300x187.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/Hundeskelett.jpg 493w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1150\" class=\"wp-caption-text\">\u00dcberreste eines Hundes, der vor mehreren Tausend Jahren am Baikalsee lebte. Das Tier wurde auf einem Friedhof beigesetzt. foto: university of alberta<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Moderne Hunde folgen etwa dem Blick ihrer Besitzer, suchen deren Aufmerksamkeit per Augenkontakt und k\u00f6nnen sogar Emotionen an Gesichtern ablesen, wie Biologen herausfanden. Aber auch auf menschlicher Seite gibt es erstaunliche Verhaltensweisen, so behandeln etwa nicht wenige Hundehalter ihre Tiere ann\u00e4hernd wie ihresgleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass es sich dabei aber um kein ausschlie\u00dflich zeitgen\u00f6ssisches Ph\u00e4nomen handelt, berichten nun Forscher um Robert Losey (University of Alberta) in einer Aussendung: Bei Ausgrabungen am Baikalsee in Russland stie\u00dfen sie auf steinzeitliche \u00dcberreste von Hunden \u2013 in Grabst\u00e4tten von Menschen. Genauere Untersuchungen best\u00e4tigten, dass manchen Tieren schon vor 8000 Jahren eine ausgesprochen menschliche Behandlung zuteilwurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie wurden auf Friedh\u00f6fen (mitunter gleich gemeinsam mit ihren Besitzern) begraben und erhielten sogar Grabschmuck und Beigaben. &#8222;Die Hunde wurden nach ihrem Tod wie Menschen behandelt&#8220;, sagt Losey. Sie seien vorsichtig in Gr\u00e4ber gelegt worden, manchmal mit dekorierten Halsb\u00e4ndern oder zusammen mit Gegenst\u00e4nden wie etwa L\u00f6ffeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"750\" height=\"422\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/281Il1bTBpY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Video: University of Alberta anthropologist Robert Losey unearths ancient dogs<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beispiellose Beziehung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">All das deute darauf hin, dass den Tieren genau wie Menschen ein Leben nach dem Tod zugesprochen wurde. Chemische Analysen der Knochen zeigten wiederum, dass die steinzeitlichen Hunde auch die gleiche Nahrung erhielten wie ihre Besitzer. Nach Ansicht der Forscher best\u00e4tigen diese Funde ein weiteres Mal den beispiellosen Platz, den Hunde in der Geschichte des Menschen einnehmen. &#8222;Man findet weltweit mehr pr\u00e4historische Gr\u00e4ber von Hunden als von irgendeinem anderen Tier, selbst von Katzen oder Pferden&#8220;, so Losey.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch nat\u00fcrlich ist die Geschichte dieser zwischenartlichen Beziehung keine der gegenseitigen Zuneigung und Versorgung allein: Auch die Hunde vom Baikalsee wurden in erster Linie f\u00fcr t\u00e4gliche, harte Arbeit eingesetzt, viele davon d\u00fcrften Vorl\u00e4ufer von Schlittenhunden gewesen sein, wie Reste von Geschirr und Leinen andeuten. Und immer wieder wurden Hunde auch g\u00e4nzlich anders genutzt \u2013 n\u00e4mlich als Nahrung ihrer Besitzer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quellen:<br \/>\nstandard.at (dare, 9. 3.2016)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/ualberta.ca\/\" target=\"_blank\">University of Alberta<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mensch und Hund \u2013 verbunden bis in den Tod Schon in der Steinzeit achteten Menschen ihre Hunde \u2013 und bestatteten sie sogar mit Grabbeigaben, wie 8000 Jahre alte Funde aus Sibirien zeigen Edmonton \u2013 Die Beziehung zwischen Menschen und Hunden<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,6,5,4,9,8,14,11,7],"tags":[],"class_list":["post-1149","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemeines","category-alltaegliches","category-geschichtliches","category-gesundheit","category-hunderassen","category-literatur","category-skuriles","category-videos","category-wissenschaftliches"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1149","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1149"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1149\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1152,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1149\/revisions\/1152"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1149"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1149"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1149"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}