{"id":1024,"date":"2015-11-08T12:39:15","date_gmt":"2015-11-08T11:39:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/?p=1024"},"modified":"2015-11-09T12:50:12","modified_gmt":"2015-11-09T11:50:12","slug":"hunde-gegen-asthmarisiko","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/hunde-gegen-asthmarisiko\/","title":{"rendered":"Hunde gegen Asthmarisiko"},"content":{"rendered":"<h1><strong>Hunde gegen Asthma<\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hunde tun Kindern offenbar in mehrerer Hinsicht gut. Ein treuer und offenbar auch gesundheitsf\u00f6rdernder Freund: Kinder, die mit Hunden aufwachsen, entwickeln einer statistischen Studie zufolge seltener Asthma. Die Forscher konnten au\u00dferdem den bereits bekannten Effekt untermauern, wonach eine Kindheit im Umfeld von Nutztieren mit einem deutlich geringeren Asthmarisiko einhergeht. <\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1025\" aria-describedby=\"caption-attachment-1025\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1025\" src=\"http:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/baby-dog-300x199.jpg\" alt=\"Hunde helfen sch\u00fctzen Kinder vor Asthma und Allergien. (Dan\/Flickr)\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/baby-dog-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.kynologen.at\/_blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/baby-dog.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1025\" class=\"wp-caption-text\">Hunde sch\u00fctzen Kinder vor Asthma und diverse Allergien. (Dan\/Flickr)<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Bronchien pfeifen&#8230; Asthma ist eine der h\u00e4ufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern &#8211; etwa zehn Prozent sind von den unangenehmen Atembeschwerden betroffen. Allergische Reaktionen sind meist die Ursache, letztlich geht die Problematik aber wohl aus einer Kombination von Veranlagung und Umwelt hervor. Ein entscheidender Faktor scheint dabei die Umgebung zu sein, in der die Kinder aufwachsen: In den vergangenen Jahren haben Studien ergeben, dass Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, nur etwa halb so h\u00e4ufig unter Asthma leiden wie Stadtkinder. \u201eWir wollten nun herausfinden, ob es auch einen \u00e4hnlichen Effekt gibt, wenn Kinder in einem Haushalt mit einem Hund aufwachsen&#8220;, sagt Tove Fall von der Universit\u00e4t Uppsala in Schweden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um dieser Frage nachzugehen, konnten die Forscher auf umfangreiche Datens\u00e4tze zugreifen: auf die Informationen des schwedischen Gesundheitssystems, sozio\u00f6konomische Daten sowie auf die Verzeichnisse \u00fcber Hundehalter. \u00dcber eine Million Kinder (geboren zwischen 2001 und 2010) bildeten schlie\u00dflich die Datenbasis der Studie. Anhand der Diagnosen und Medikamentenverschreibungen erfassten die Forscher, welche von ihnen unter Asthma litten. Diese Ergebnisse konnten sie dann damit abgleichen, ob die Eltern der Kinder als Hundehalter verzeichnet waren und auch ob es sich um Stadtmenschen oder um Menschen mit b\u00e4uerlichem Umfeld handelte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>15 Prozent geringeres Asthmarisiko<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ergebnisse untermauerten zun\u00e4chst erneut die Resultate der fr\u00fcheren Studien bez\u00fcglich des Effekts des l\u00e4ndlichen Umfelds: Kinder, die fr\u00fch Kontakt zu Nutztieren haben, entwickeln etwa 50 Prozent seltener Asthma im Schulalter als Stadtkinder, belegten die statistischen Auswertungen. Doch auch die Hundehaltung wirkte sich g\u00fcnstig aus, berichten die Forscher: Kinder, die im ersten Lebensjahr in einem Haushalt mit Hund aufgewachsen sind, litten anschlie\u00dfend im Alter von etwa 6 Jahren etwa 15 Prozent seltener an Asthma. \u201eDank der breiten Datenbasis sind unsere Ergebnisse vermutlich nicht nur f\u00fcr Schweden repr\u00e4sentativ, sondern auch f\u00fcr andere Bev\u00f6lkerungsgruppen in Europa, wo \u00e4hnliche Rahmenbedingungen von Nutztier- und Heimtierhaltung existieren&#8220;, sagt Co-Autorin Catarina Almqvist Malmros vom Karolinska Institut in Stockholm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was genau zu dem g\u00fcnstigen Effekt im Zusammenhang mit den Hunden beziehungsweise mit den Nutztieren f\u00fchrt, kann die Studie nicht kl\u00e4ren, betonen die Forscher. Generell scheint das Ergebnis jedoch die sogenannte Hygiene-Hypothese zu best\u00e4tigen, wonach ein zu steriles Umfeld in der Kindheit zu ung\u00fcnstigen Entwicklungen des Immunsystems und damit zu allergischen Reaktionen f\u00fchren k\u00f6nnte. Tiere versorgen Kinder demnach mit meist harmlosen Mikroben, die das Immunsystem trainieren und daran hindern \u201everr\u00fcckt&#8220; zu spielen. \u201eWenn Kinder einmal eine Allergie gegen Hunde entwickelt haben, sollten sie sie meiden \u2013 aber unsere Ergebnisse legen nun nahe, dass Kinder, die mit Hunden aufwachsen, grunds\u00e4tzlich erst einmal von einem geringeren Asthmariskio profitieren&#8220;, res\u00fcmiert\u00a0 Almqvist Malmros.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Originalarbeit:\u00a0<a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1001\/jamapediatrics.2015.3219\" target=\"_blank\">JAMA Pediatr. Published online November 2, 2015. doi:10.1001\/jamapediatrics.2015.3219.<br \/>\n<\/a>\u00a9 wissenschaft.de &#8211; Martin Vieweg<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunde gegen Asthma Hunde tun Kindern offenbar in mehrerer Hinsicht gut. Ein treuer und offenbar auch gesundheitsf\u00f6rdernder Freund: Kinder, die mit Hunden aufwachsen, entwickeln einer statistischen Studie zufolge seltener Asthma. 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